Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Markus Glück

Nur mehr ein Standort. Lehranstalt übersiedelt von Bezirkshauptstadt nach Stockerau.

Direktorin Ulrike Ruzicka (sitzend, 4.v.l.) und der kaufmännische Direktor Anton Hörth (sitzend, 2.v.r) freuen sich über die Zusammenlegung an einen Standort.  |  NOEN, LKH Stockerau

Zuletzt stand das Landesklinikum Stockerau aufgrund der Schließung des Schlaflabors und der Tagesklinik in den Medien. Während es für das Schlaflabor, welches nach Melk bzw. Krems übersiedelt, keine Nachbesetzung am Standort in der Lenaustadt gibt, wandert für das Tagesklinikum der Korneuburger Standort der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) in die Lenaustadt.

Bis dato waren in Stockerau drei, in der Bezirkshauptstadt zwei Klassen untergebracht. Erleichtert über die Zusammenlegung zeigt sich die Direktorin der GuKPS Ulrike Ruzicka im NÖN-Gespräch: „Wir schaffen dadurch mehr Qualität am Standort. Bisher waren die Mitarbeiter rund 1.000 Stunden pro Jahr auf der Autobahn zwischen beiden Standorten unterwegs.“ Auch für die 164 Schüler fällt das tägliche Pendeln zwischen Stockerau und Korneuburg weg.

„Unsere Schule hat einen guten Namen und die
Schüler kommen aus ganz Niederösterreich.“
Anton Hörth, kaufmännischer Direktor

Für den kaufmännischen Direktor des Landesklinikums Stockerau, Anton Hörth, ist die Zusammenlegung ein Gewinn für den Stockerauer Standort „Damit bündeln wir die Qualität“, so Hörth, der auch Gerüchte über eine Ausdünnung zurückweist: „Das Landesklinikum ist in keiner Weise gefährdet. Wir setzen unsere Ressourcen bestmöglich ein.“

"Strategisch guter Standort und Infrastruktur"

Für eine Qualitätssteigerung wurde das zweite Obergeschoss des Klinikums – an dieser Stelle war früher die Tagesklinik untergebracht – komplett umgebaut: Neben zwei neuen Klassenzimmern wurde auch ein Praktikumsraum geschaffen. Für jeden Lehrer steht ab sofort ein eigener Arbeitsplatz zur Verfügung.
Für den kaufmännischen Direktor ist es wichtig, dass man die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Standort hat.

„Die Schule hat einen guten Namen und die Schüler kommen aus ganz Niederösterreich. Es ist ein Vorteil für den Standort, wenn man die Schule im Haus hat,“ ist Hörth zufrieden. Ruzicka pflichtet ihm bei: „Wir liegen strategisch gut und die Infrastruktur passt. Die jetzige Entwicklung der Schule ist auch ein Verdienst des kaufmännischen Direktors.“

Vorbereitungen für das 40. Jubiläum

Derzeit laufen auch die Vorbereitungen für das 40. Jubiläum der Schule. Dazu wird es am 30. September einen Ball mit rund 1.000 Absolventen der Schule geben. Alle ehemaligen Schüler zu finden, ist aber nicht leicht, wie auch Ruzicka zu bedenken gibt: „90 Prozent funktioniert über Mundpropaganda. Da wir viele weibliche Absolventen haben, haben viele ihren Nachnamen geändert.“