Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:42

von Markus Glück

"Perchtenlauf hat sich totgelaufen". /ach zwölf Jahren bringen fehlendes Geld und Widerstand vonseiten der Kaufmannschaft das Aus.

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Der beliebte Stockerauer Perchtenlauf ist Geschichte. Der Startpunkt für die Adventzeit in der Stockerauer „Stadt der Engel“, der am ersten Adventsamstag mehr als 3.000 Menschen angezogen hatte, hat sich laut WISTO- Organisationsteam „totgelaufen“. „Es ist richtig, wir haben uns nach zwölf Jahren Perchtenlauf dazu entschieden, diesen heuer nicht mehr durchzuführen“, bestätigt Gerhard Dummer.

Fehlendes Budget als Hauptgrund

Hauptgrund für das Ende dürfte das fehlende Geld sein. „Die Veranstaltung kostet die Wirtschaft rund 5.000 Euro. Uns sind wichtige Partner ausgefallen, daher schaffen wir das Event nicht mehr“, gibt Dummer im NÖN-Gespräch offen zu. Dummer, der den Perchtenlauf jahrelang betreut hat, verbindet aber viele Erinnerungen mit dem Event: „Es waren sehr viele herausfordernde und schöne Stunden. Den Menschen wurde eine fulminante Show geboten und wir haben das Brauchtum aus Westösterreich nach Stockerau gebracht.“

"Wirtschaft wollte den Lauf in dieser Form nicht"

Es war aber nicht alleine das fehlende Geld, welches das Ende für den Perchtenlauf besiegelt hat. „Die Wirtschaft wollten den Lauf in dieser Form nicht mehr. Für das Gesamtgeschäft hat er leider sehr wenig gebracht“, berichtet City-Manager Martin Hlavacek.

Und sein Vorgänger Gerhard Dummer pflichtet ihm bei: „Es gab kritische Stimmen seitens der Unternehmerschaft gegen die Sperre der Hauptstraße am ersten langen Einkaufssamstag. Diese Einkaufstage sind für den Handel aber die wichtigste Zeit des Jahres.“

Verständnis bei Wirtschafts-Stadtrat 

Verständnis für das Aus äußert VP-Wirtschafts-Stadtrat Christian Moser: „Das Event war das teuerste Element des Adventprogramms. Der Samstagnachmittag kostete die Wirtschaft aber Umsätze, anstatt welche zu bringen.“

Indes laufen die Planungen für den Adventmarkt auf Hochtouren. „Heuer wird es ein schlanker Adventmarkt. Im kommenden Jahr gibt es dann ein neues Konzept“, so Martin Hlavacek gegenüber der NÖN.