Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Markus Glück

Polit-Wirbel um Stemberger-Aussage. FPÖ erstattet nach Aussage von Schauspielerin bei Wahl-Event Anzeige. FP-Kube: „Werden Stemberger beobachten.“

Die Festspiele Stockerau spielen heuer »Die Diener zweier Herren«, mit Katharina Sternberger, Daniel Keberle und Okan Cömert.  |  NOEN, Johannes Ehn/Festspiele Stockerau

Es war eine Aussage des diesjährigen Stockerauer Festspiel-Stars Katharina Stemberger im Rahmen der Veranstaltung „Stimmen für Van der Bellen“ im Wiener Konzerthaus, welche in der Stockerauer Stadtpolitik für Unmut sorgt.

Im Zusammenhang mit ihrer Moderation zur Verhinderung von FP-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer sagte Stemberger: „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, nur nicht kriminell werden – also nicht sehr.“

„Ich bin über die Anzeige verwundert, hat die
FPÖ doch auch eine gewisse Tradition an
verbalen Entgleisungen.“
Andrea Völkl, ÖVP

„Die Aussage ist sehr stark. Wir finden die Anzeige in Ordnung. Man kann nicht zu kriminellen Handlungen aufrufen“, erklärt FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube. Auch wenn es sich bei Stemberger um eine Künstlerin handelt, findet Kube, dass man solche Aussagen nicht tätigen darf: „Sie spielt heuer bei den Festspielen in einer rot-blauen Stadt. Wir werden genau beobachten, wie sie sich dabei verhält.“

VP-Kultur-Stadträtin Andrea Völkl verurteilt jede Art von Gewaltaufruf, erklärt aber, dass Stemberger ihre Aussage im Zuge einer politischen Veranstaltung getätigt hat. Verwundert ist die VP-Parteichefin, dass die FPÖ gleich mit großen Geschützen wie einer Anzeige wegen Verhetzung auffährt, da diese in den eigenen Reihen auf eine „gewisse Tradition an verbalen Entgleisungen“ zurückblicken könne.

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