Erstellt am 08. Februar 2016, 12:32

von APA/Red

Prozess um Missbrauch von Nachbarskindern. Wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen hat sich am Montag ein 50-Jähriger vor einem Schöffensenat am Landesgericht Korneuburg verantworten müssen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Er soll sich an drei Nachbarskindern, einem Buben und zwei Mädchen, vergangen haben. Der gebürtige Deutsche, seit dem Sommer 2015 in U-Haft, bestritt die Vorwürfe vehement und bekannte sich nicht schuldig.

Laut Anklage haben sich die Übergriffe - von Berührungen der Mädchen bis zum Analverkehr bei deren älterem Bruder - von Herbst 2013 bis Juli 2015 zugetragen, wenn die Kinder der Bekannten - wie der Angeklagte Hausmeister in einer Wohnanlage im südöstlichen Wiener Umland - bei dem Mann und seiner Lebensgefährtin übernachteten.

Zu einem Vorfall sei es im Haus des Beschuldigten in der Slowakei gekommen. Als sich der heute 14-Jährige Anfang Juli 2015 seinem Vater anvertraute, flog die Causa durch die folgende Anzeige auf. Die Staatsanwältin stützte die Vorwürfe auf übereinstimmende Aussagen der Geschwister in deren kontradiktorischen Einvernahmen.

Hingegen verwies die Verteidigung darauf, dass die Mutter der Kinder wiederholt bereits mehrere Personen in dem Gemeindebau angezeigt hätte. Ein Mädchen habe seine Aussage widerrufen, der Bub gelte als verhaltensauffällig.