Erstellt am 03. März 2016, 05:04

von Markus Glück

Rathaus-Mitarbeiter hetzte auf Facebook. 51-jähriger Stockerauer sorgt mit menschenverachtenden Postings zur Flüchtlingsthematik für Ärger.

Der Rechtsextremist Gottfried Küssel wurde von dem Gemeindemitarbeiter auf Facebook in Schutz genommen.  |  NOEN, NÖN

Beleidigende und menschenverachtente Kommentare hat ein Rathaus-Mitarbeiter rund um die Ereignisse am Stockerauer Eislaufplatz auf Facebook gepostet.

Dabei wurde auch der Rechtsextremist Gottfried Küssel in Schutz genommen, Flüchtlinge wurden als Schweine bezeichnet. Nach einer Anzeige wegen Verhetzung bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg bestätigt Staatsanwalt Friedrich Köhl auf NÖN-Anfrage, dass ein Ermittlungsverfahren gegen den Stockerauer eingeleitet wird.

Angesprochen auf den Vorfall, verweist SP-Bürgermeister Helmut Laab auf ein schwebendes Verfahren: „Bis zum Abschluss gibt es von meiner Seite keinen Kommentar.“

FP-Kube: „Gehört streng geahndet“

Abwarten, was der Staatsanwalt entscheidet, möchte auch FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube. Gegenüber der NÖN erklärt er aber, dass ein derartiges Vorgehen „nicht vertretbar“ sei. „Man kann so etwas nicht auf Facebook posten. Man muss sich schon bewusst sein, wo man beschäftigt ist. Ich finde, so etwas gehört streng geahndet“, verurteilt der FP-Politiker die Taten.

Übrigens: Der Gemeindemitarbeiter ist nicht der einzige Stockerauer, der sich zuletzt auf Facebook im Ton vergriff. Ein 51-Jähriger beleidigte Grünen-Chefin Eva Glawischnig mit menschenverachtenden Textpassagen. Neben einer Entschuldigung muss er auch 5.500 Euro Anwaltskosten zahlen.