Spillern

Erstellt am 05. August 2016, 04:00

von Bernhard U. Wieser

Diskussion über Fußweg in Spillern. Der Fußgängerweg vom Bahnhof zur neuen Unterführung wurde zum Teil erneuert und teilweise neu geschaffen. Die ÖVP zeigt sich mit dem Ergebnis aber unzufrieden.

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Mit dem Ziel, dass Fußgänger gefahrlos vom Bahnhof zur neuen, wenige hundert Meter entfernten Unterführung gelangen können, wurde ein Gehweg neu geschaffen und einer renoviert.

Fußgänger müssen nun zweimal Straße queren

Die Kosten für den neu asphaltierten Josef-Bedliwy-Weg beliefen sich auf rund 4.700 Euro, der neue Weg zur Unterführung kostete knapp 37.700 Euro. Bürgermeister Thomas Speigner (SPÖ) berichtet von den Änderungen, die auf die Nutzer zukommen: „Natürlich ist es so, dass die Neuerung einen geringen Umweg darstellt. Doch dafür kann man jetzt durchfahren, wo man früher am Schranken warten musste.“ Laut Speigner wird die Unterführung zur Au zu 90 Prozent von Radfahrern genutzt.

Allerdings werden die Fußgänger nun künftig zweimal die Straße überqueren müssen, um vom Bahnhof zur Unterführung zu gelangen. „Es war leider breitenmäßig nicht möglich, den Gehweg auf einer Straßenseite durchzuziehen“, meint Speigner erklärend. Auch der aufkeimenden Kritik der Oppositionsparteien entgegnet der Ortschef: „Dass nicht alle mit den neuen Wegen zufrieden sind, ist uns bekannt. Ich muss allerdings betonen, dass die Entscheidung darüber einstimmig gefallen ist.“

Großinger: "Hätten länger diskutieren müssen"

VP-Gemeinderat Mauritz Großinger unterstrich seine Unzufriedenheit mit der Neuerung: „Glücklich sind wir mit dieser Lösung nicht, denn natürlich birgt das zweimalige Überqueren Gefahren für die Fußgänger. Es war ein Schnellschuss, denn wir hätten länger über diesen Fall sprechen und diskutieren müssen. Deshalb habe ich ja vorgeschlagen, dass er nicht im Ausschuss, sondern in der Gemeinderatssitzung thematisiert wird.“ Laut Volkspartei wäre ein durchgängiger Gehsteig auf der Südseite der Straße wesentlich gefahrloser.

Der „Fleckerlteppich“ sei zwar nicht zufriedenstellend, doch „diese Variante ist dennoch besser als gar keine Lösung“, beteuert Großinger.