Erstellt am 04. März 2016, 05:04

Rotes Kreuz: Sorge um Stockerauer Ortsstelle. Rotes Kreuz wünscht sich grünes Licht für die Arbeiten bis Juni. Für Bürgermeister sind aber noch Fragen offen.

Aufgrund der Rettungsabdeckung müsse die Rot-Kreuz-Ortsstelle Stockerau erhalten bleiben, beruhigt Bezirksstellenleiter Tesarek.  |  NOEN, Sturm
Ganz so reibungslos und rasch, wie sich das Rote Kreuz das gewünscht hatte, gehen die Neu- und Umbaupläne der Bezirkszentrale in Korneuburg nicht vonstatten. Stockerau pocht darauf, dass die Ortsstelle in der Lenaustadt erhalten bleibt, andere Bürgermeister wollen abwarten, ob das Gerasdorfer Rote Kreuz im Falle eines Wechsels mitzahlt.

„Natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn Gerasdorf zu uns kommt und mitzahlt. Ich verstehe aber, dass man im Verband mit Mistelbach bleiben möchte“, schmunzelt Rußbachs VP-Bürgermeister Hermann Pöschl. Auf NÖN-Anfrage gibt es eine klare Aussage von Werner Nassek, Rot-Kreuz-Geschäftsführer der Bezirksstelle Mistelbach: „Es ist nicht geplant, dass Gerasdorf zu Korneuburg wechselt. Wa-rum sollte man funktionierende Strukturen auflösen?“

Wie berichtet, bedarf das bis zu 50 Jahre alte Rot-Kreuz-Gebäude einer Sanierung, zusätzlich soll im bisherigen Hof ein 500 Quadratmeter großer Neubau entstehen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 2,5 Mio. Euro, ein Drittel müssten die Bezirksgemeinden übernehmen. Die größten Finanzbrocken hätten die beiden Städte zu schultern, da sich die anteiligen Kosten nach Einwohnern aufschlüsseln. Bezirksstellenleiter Peter Tesarek hofft, dass sich das Thema bis Ende Juni auf der Tagesordnung der einzelnen Gemeinderäte findet.

Laab: „Wollen wissen, wie es weitergeht“

Noch gilt es, einige Sorgen auszuräumen. So haben einige Ortschefs die Befürchtung geäußert, dass sie in den nächsten Jahren auch mit Renovierungen der Ortsstellen Stockerau und Ernstbrunn konfrontiert werden. „Das ist aber nicht notwendig“, entgegnet Tesarek.

Dass sich Teile des Bezirks Sorgen um die Zukunft der Stockerauer Ortsstelle gemacht haben, bestätigt auch Stockeraus SP-Bürgermeister Helmut Laab: „Die betroffenen zehn Gemeinden haben das Thema mit dem Roten Kreuz diskutiert. Wir wollten wissen, wie es mit dem Standort weitergeht.“ VP-Stadtchef Christian Gepp aus Kor-neuburg plädiert für ein Gesamtkonzept im Bezirk.

„Wir können Stockerau gar nicht zusperren“, beruhigt Tesarek mit Verweis auf die Rettungsabdeckung. Innerhalb von zwölf Minuten muss jeder Einsatzort erreichbar sein, „daher ist Stockerau notwendig.“