Erstellt am 16. Dezember 2015, 04:08

von Michaela Höberth

„Schaden betrifft die ganze Gemeinde“. Der frühere Organisator Franz Haselmann geht mit seinem Ex-Parteikollegen Roland Boigner hart ins Gericht.

Franz Haselmann kritisiert: »Boigner hat zu spät mit Organisation begonnen.«  |  NOEN, Archiv

Kein Blatt vor den Mund nahm sich der frühere SP-Gemeinderat und mittlerweile freie Mandatar Franz Haselmann in der Gemeinderatssitzung: „Der Adventmarkt war noch nie so schlecht vorbereitet“, ging er mit seinem früheren Parteikollegen, SP-Parteiobmann Roland Boigner, hart ins Gericht.

Dieser hatte als Obmann des Tourismus-Ausschusses heuer erstmals die Organisation des „Leobendorfer Advents“ über. Eine Aufgabe, der er für Haselmann nicht ausreichend nachgekommen ist. „Boigner hat zu spät mit der Planung begonnen“, so Haselmann im NÖN-Gespräch. Er müsse es wissen, schließlich hat er vor seinem Ausschluss aus der SPÖ den Adventmarkt gestaltet. „Es gab zu wenig Kunsthandwerk und auch kein Ponyreiten für die Kinder“, kritisiert er.

Boigner zu hochmütig

Dabei hätte Boigner ihn gerne um Hilfe fragen können, wäre er dazu nicht zu hochmütig gewesen. „Der Schaden betrifft nicht nur Boigner, sondern die ganze Gemeinde. Das tut mir weh.“ Dass seine Kritik nach seinem Ausschluss aus der Partei umso härter ausfällt, streitet Haselmann vehement ab. „Für mich ist der Adventmarkt ein Herzensanliegen“, betont er.

Boigner will sich auf diese Diskussion nicht einlassen: „Ich mache niemanden schlecht.“ Er gibt zu, dass ihm bei der Organisation Fehler unterlaufen sind. Hinzugekommen sei, dass Aussteller krankheitshalber ausgefallen sind, außerdem sei die Konkurrenz stark gewesen.

Im nächsten Jahr, dem zehnten Jubiläum des Marktes, will Boigner alles besser machen. „Der Ausschuss wird sich schon im Jänner damit befassen“, kündigt er an. Es soll ein breiteres Programm geben, einen Nikolo oder einen Weihnachtsmann sowie Lamas und Ponys. „Ich war auf anderen Märkten und habe Kontakte gesammelt. Ich hoffe, dass wir das Kunsthandwerk in den Kellern unterbringen können“, schildert er seine Ideen. Ein prominentes Gesicht soll viele Besucher in die Kellergasse locken.