Langenzersdorf

Erstellt am 10. Oktober 2016, 08:31

von Bernhard Preineder

SPÖ Langenzersdorf: Jetzt wird es brutal. Der SPÖ-Vorstand ist mit Fraktionschef Karl Danha im Clinch, eine Trennung zeichnet sich ab. Die Frage ist nur: Wer sitzt am längeren Ast, Obmann Motz oder Danha?

Der Fraktionsvorsitzende der SPÖ, Karl Danha ärgert sich über die Angriffe des Parteivorstandes gegen sein Person und wirft ihm seinerseits vor, zu wenig auf die Leute zuzugehen.  |  NOEN, privat

Wie bereits berichtet, ist der SPÖ-Vorstand mit seinem Fraktionschef Karl Danha so gar nicht zufrieden und empfiehlt dessen Abwahl.

Obmann Wolfgang Motz bekrittelte mangelnde Informationen und zu wenig Initiativen, um die SPÖ fit für die Gemeinderatswahl 2020 zu machen. Motz: „Seit fast eineinhalb Jahren hat Danha trotz wiederholter Aufforderung weder Öffentlichkeit noch Partei über seine eigene Ressorttätigkeit bzw. über die Fraktionsarbeit informiert.“

Es gebe von ihm keine Einladungen zu kontinuierlichen Fraktionssitzungen. Solche fänden – wenn überhaupt – nur sporadisch und in einer Art und Weise statt, die eine gewissenhafte Vorbereitung nicht ermöglichen würden.

Naturgemäß anders sieht das Karl Danha: „Ich habe den Parteivorstand anfangs noch über jede Gemeinderatssitzung informiert, nur gekommen ist niemand, vor allem nicht Motz.“ Das konnte auch SP-Gemeinderätin Gerti Martinetz bestätigen.

"SPÖ verkommt immer mehr zu Internet-Partei"

Danha kontert jetzt: „Der Vorstand zieht sich zurück, macht keine Aktionen mehr, auch nicht zum 1. Mai, oder wenn doch, dann handelt es sich höchstens um Alibiaktionen. Die SPÖ verkommt in Langenzersdorf immer mehr zu einer Internet-Partei. Der persönliche Kontakt zu den Bürgern scheint dem Vorstand egal zu sein.“

Zum Vorwurf, er würde nicht über seine Ressorttätigkeit informieren, rechtfertigte sich Danha: „Ich bin für die Seeschlacht und das Tennisstüberl zuständig. Hier sind heikle Rechtssachen mit den Pächtern in Schwebe, über die ich nicht berichten darf.“ Er ärgert sich auch, dass die Partei ihr eigenes Spiel spiele: „Wir erfahren einfach nichts, was der Vorstand macht, und wenn, dann nur aus den Medien, wie etwa bei der Gabalier-Affäre. Kurz auf den Nenner gebracht: Motz fordert stets, bringt selbst aber nichts ein.“