Erstellt am 09. Oktober 2015, 06:02

von Jutta Hahslinger

Rauschiger gierte nach Nikotin. Stockerauer bedrängte Kellner: „Muss ich dir erst wehtun, damit du mir Zigarette gibst?“

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Zum Frühschoppen beim Feuerwehrfest Ende Mai in Schmida stellte sich auch ein 32-jähriger Stockerauer ein. „Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern“, beteuerte der Mann vor Gericht und will nach dem Konsum von zehn Achterln Wein und 15 doppelten Likören unter einem Filmriss leiden. Es bedauere es aber, wenn er sich im Rausch „daneben“ benommen habe.

Täter muss 1.000 Euro Schmerzensgeld zahlen

„Sie sind den Kellner wegen Zigaretten angegangen. Sie hatten zu wenig Geld, da hat er die Packung wieder eingezogen. Daraufhin haben Sie ihn gestoßen. Es kam zu einer Rangelei, die mit einer schweren Verletzung (Bruch der rechten Elle) des 26-Jährigen endete“, informierte Richter Manfred Hohenecker den Beschuldigten.

„Peinlich, peinlich. Was man im Rausch so alles macht“, murmelte der Stockerauer sichtlich verlegen. Er zeigte sich sofort bereit, an das Opfer 1.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen, und er akzeptierte auch die Bewährungsstrafe von drei Monaten (nicht rechtskräftig).