Korneuburg

Erstellt am 19. August 2016, 08:14

von Veronika Löwenstein

Korneuburg: Güterzug krachte gegen Lkw. Lkw-Fahrer leuchtete mit Taschenlampe anstatt Gas zu geben...

„Es war wie eine Explosion“, berichteten Anrainer des Bahnübergangs Am Scheibenstand den Einsatzkräften. Um 2.37 Uhr wurden sie durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen.

Ein Güterzug hatte einen Lkw samt Anhänger gerammt, der mitten zwischen den geschlossenen Schranken am Bahnübergang zu Stehen gekommen war. Schon knapp zehn Minuten später war die Freiwillige Feuerwehr vor Ort. „Es hat ausgeschaut wie auf einem Schlachtfeld“, berichtet der stellvertretende Feuerwehrkommandant Martin Peterl.

Beide Fahrer blieben unverletzt

Der türkische Lkw – beladen unter anderen mit Windeln - befand sich mitten am Bahnübergang, als sich die Schranken geschlossen hatten. Anstatt Gas zu geben und den Schranken zu durchbrechen, stieg der Fahrer aus und versuchte den herannahenden Güterzug mit einer Taschenlampe auf sich aufmerksam zu machen. Vergebens, der Lokführer des durchfahrenden Güterzugs, der mit 100 km/h unterwegs war, hatte keine Chance, den Unfall abzuwenden.

Nach einer Notbremse rettet sich der Lokführer in den hinteren Teil des Zuges. Dann krachte es, das Führerhaus des Lkws wurde komplett zerstört. Die beiden Fahrer blieben unverletzt. Die Feuerwehr war fünf Stunden im Einsatz, um das schwere Gefährt von den Geleisen zu entfernen. Die Bahnstrecke war bis 7.30 Uhr gesperrt.