Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

SDV-Schule stand leer. Nach einem technischen Gebrechen musste die ehemalige Schule saniert werden. Neubelegung ist im Gange.

Die SDV-Schule in der Johann-Pamer-Straße stand für kurze Zeit leer. Derzeit ziehen wieder unbegleitete Minderjährige ein.  |  NOEN, NÖN

In der SDV-Schule, wo bis vor Kurzem 100 unbegleitete Flüchtlinge untergebracht waren, herrschte am Mittwoch vor einer Woche gähnende Leere. „Auch die Brückenklasse in der Neuen Mittelschule ist weg“, erzählt VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser. Der Zustand soll aber nicht so bleiben. Das Flüchtlingsquartier soll wieder sukzessive aufgefüllt werden.

Den Grund, warum die ehemalige Schule kurze Zeit unbewohnt war, erklärt der Sprecher des Innenministeriums Karl-Heinz Grundböck: „Vor zwei Wochen ist ein Schaden an einer Abwasserpumpe aufgetreten, der aber mittlerweile behoben ist.“ Während der Reparaturarbeiten seien Teile der Betreuungsstelle nicht nutzbar gewesen, weshalb in dieser Zeit keine Neuankommenden aufgenommen wurden.

Bundesquartiere sind keine Dauerlösung

Grundsätzlich gab es aber auch schon vor dem technischen Gebrechen eine hohe Fluktuation, was vor allem für die Schule eine Herausforderung darstellte. „Verlegungen von einem Bundesquartier in Länderquartiere sind alltägliche Routine, nachdem Bundesquartiere ja nicht als dauerhafte Lösung vorgesehen sind, sondern als Überbrückung, bis ein entsprechender Platz in der Länderversorgung besteht, wo die Versorgung während des laufenden Asylverfahrens erfolgt“, beschreibt Grundböck das Prozedere.

Gerüchte, dass künftig ältere Asylwerber in der SDV-Schule untergebracht werden, dementiert der Ministeriumssprecher. Bei der Neubelegung seien nach wie vor unbegleitete Minderjährige vorgesehen, betont er. Fuchs-Moser ist wichtig, dass die Brückenklassen wieder installiert werden, „um die Jugendlichen verpflichtend zu beschäftigen.“