Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Michaela Höberth

Sicherheit am Spielplatz: Neuer Anlauf mit Antrag. Die Grünen lassen nicht locker: Sie stellen nun einen Antrag zur Umzäunung der Spielplätze. VP-Ortschef Muck kann dieser Idee jedoch nichts abgewinnen.

Die Kinder stürmen auf die Straße, die Autofahrer sehen sie zu spät - ein Szenario, das die Grünen fürchten. Die einfachste Lösung: ein Zaun, der um die Spielflächen verläuft.  |  NOEN, privat

Der Spielplatz in der Anton-Schwarz-Gasse ist ein wahres Paradies für Kinder: Versteckt hinter Bäumen und Gebüsch, können sie hier auf vielen Geräten spielen und unbekümmert toben. Doch was für die Kinder Spaß verspricht, bereitet so manchen Eltern Kopfzerbrechen. Denn unmittelbar an dem Spielplatz vorbei verläuft die Straße zu den Wohnhäusern des Siedlungsgebiets.

„Durch den Zuzug wird der Verkehr hier immer stärker. Außerdem wurde die Straße asphaltiert, was die Fahrer immer wieder dazu verleitet, hier schneller als die vorgeschriebenen 30 km/h zu fahren“, so Grünen-Mandatarin Gabriele Gollner. Gerade der schützende Gürtel aus Bäumen und Sträuchern werde zur Gefahr:

Durch ihn führen mehrere Wege auf die Straße, die den Kindern Abenteuer versprechen. „Vor allem, wenn die Bäume belaubt sind, sehen die Fahrer die Kinder nicht kommen“, schildert Gollner. Die Lösung dieses Problems sei aber denkbar einfach: Die Grünen fordern einen Zaun um den Spielplatz, der das Gelände sichert.

„Ein Zaun ist für uns keine Option. 
Hier besteht ja ohnehin schon 
eine natürliche Barriere.“
Gottfried Muck, VP-Bürgermeister

Ähnlich ist die Situation beim Spielplatz in der Johannesgasse: Hier gibt es zwar bereits einen Zaun, aber dieser umschließt die Fläche nicht ganz. „Man müsste den Zaun hier nur komplettieren“, so Gollner. Ihre Forderungen kommen dabei nicht von ungefähr: Im Vorjahr führte die Partei eine Umfrage in 47 Haushalten durch, bei der sich die Eltern mehrheitlich für eine Abgrenzung beider Gründe aussprachen. „Spielplätze sollen ein Ort der Begegnung und der Entspannung sein“, findet Gollner, die selbst zweifache Mutter ist. Um ihrem Anliegen größere Schlagkraft zu verleihen, werden die Grünen dazu auch einen Antrag im Gemeinderat stellen.

VP-Bürgermeister Gottfried Muck zeigt sich jedoch von der Argumentation unbeeindruckt; er sieht für eine Umzäunung der Spielplätze keine Notwendigkeit, schon gar nicht in der Anton-Schwarz-Gasse. „Das ist keine Option“, macht er klar. Hier bestehe ja ohnehin schon eine natürliche Barriere, die auch gepflegt werde. Zudem sei der Verkehr hier nicht so stark, dass die Kinder dadurch in Gefahr wären. Nicht zuletzt habe seine Entscheidung aber auch praktische Gründe: „Eine Umzäunung muss ja auch erhalten werden“, macht er klar.