Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:07

von Markus Glück

Sieben Crashs an fast identer Stelle. Statistik Austria zeigt Ansteigen von Unfällen imBereich des Knotens Stockerau. Stadtchef für raschen Ausbau.

Die Zahl der Unfälle und Verletzten im Straßenverkehr ist im Steigen.  |  NOEN, shutterstock/Grafik Bischof

26 Verkehrsunfälle passierten im Jahr 2014 auf der A22, der S3 und der S5 im Bereich der Stadtgemeinde Stockerau, die täglich von rund 80.000 Fahrzeugen befahren werden - im Vergleich zum Jahr 2013 eine Steigerung von zehn Unfällen. Fast konstant blieb die Zahl der Unfälle im gesamten Stadtgebiet, dafür gibt es deutlich mehr Verletzte; siehe Grafik:

x  |  NOEN, shutterstock/Grafik Bischof

Im Bereich des höherrangigen Straßennetzes ist bemerkenswert, dass sich der Unfallhotspot vom Bereich Stockerau Ost in Richtung Knoten Stockerau (Nord) verlagert hat. Laut Statistik Austria passierten 2014 in diesem Bereich sieben Unfälle an fast identer Stelle.

SP-Bürgermeister Helmut Laab kennt die Problematik rund um den Autobahnknoten. „Ich hoffe auf eine baldige Umsetzung des dreispurigen Ausbaus in diesem Bereich“, so Laab auf NÖN-Anfrage.

Der Stadtchef weiß auch von der Unfallhäufungsstelle bei der Abfahrt Nord (Kreuzung Mc-Donalds, Horner- Bundesstraße), dabei sei auch wichtig, „die Kurve zu entschärfen“.

„Tempo 100 wird nur erlassen, wenn es
dafür ein Gutachten der BH gibt.
Von selbst werden wir nicht aktiv.“
Andrea Heigl, BMVIT

Von einer Steigerung der Unfälle im Autobahnabschnitt der Stadt spricht auch FF-Kommandant Wilfried Kargl. „Fünf Spuren laufen in diesem Bereich auf zwei zusammen. Zusätzlich steigt das Verkehrsaufkommen beinahe täglich“, so Kargl. Für den Feuerwehrkommandanten ist daher wichtig, dass ein rascher Ausbau der Spuren erfolgt. Die Erweiterung soll im Jahr 2017 erfolgen.

Neben dem Ausbau der Fahrstreifen wird auch immer wieder Tempo 100 in beiden Fahrtrichtungen gefordert. Wie 2013 passierten auch 2014 die meisten Unfälle in Fahrtrichtung Hollabrunn, also dort, wo es derzeit noch keine Beschränkung gibt.

Bei der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg kennt man die Problematik im Bereich der Lenaustadt. „Das Verkehrsaufkommen ist im Steigen. Die Letztentscheidung über Tempo 100 trifft das Verkehrsministerium“, so Korneuburgs Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl. Sie warnt aber davor, Unfälle nur auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen: „Da gibt es viele Gründe.“

Beim Verkehrsministerium spielt man den Ball an die BH zurück. „Tempo 100 wird nur erlassen, wenn es dafür ein Gutachten der BH gibt. Von selbst werden wir nicht aktiv“, so Pressesprecherin Andrea Heigl.