Sierndorf

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:00

von Theodora Höger

Tierquäler treiben ihr Unwesen: Giftköder ausgelegt. Zwei Hunde fraßen bereits Rattengift. Auch Kleinkinder kann das Gift das Leben kosten.

Wer glaubt, dass sein Hund mit einem Giftköder in Berührung gekommen ist, sollte schnell handeln.Bilderbox.com  |  Bilderbox.com

„Vorsicht an alle Hundebesitzer: In der Gegend um die Kleingartensiedlung und die Feuerwehr wurde vor kurzem Gift gestreut. Es wurden bereits mehrere Tiere Opfer des Gifts. Wir ersuchen Sie, in dieser Gegend besonders vorsichtig zu sein, genau auf Ihren Hund zu achten und gegebenenfalls andere Besitzer zu warnen.“ Diese Horrormeldung auf Facebook lässt Hundehaltern das Blut in den Adern gefrieren.

Zwei Hunde bereits erfolgreich behandelt

Im Gespräch mit der NÖN bestätigt Tierärztin Christine Plattner die Vorfälle: „Ich habe bereits zwei Hunde behandelt. Sie hatten Rattengift verschluckt – vermutlich hatten sie die Giftköder im Gebüsch aufgespürt und gefressen“, zeigt sie sich von den Vorfällen schockiert. Die Köder seien vermutlich schon am Mittwoch oder Donnerstag ausgelegt worden, ist sie überzeugt. Die Symptome entwickeln sich nämlich erst nach ein bis zwei Tagen, weiß die Expertin.

Beide Hunde hätten es aber geschafft, so Plattner: „Wichtig ist allerdings, dass man sofort zum Tierarzt geht, wenn man die Symptome bemerkt. Wenn man richtig reagiert, überleben die Hunde eine solche Attacke meistens.“

Was Plattner aber nicht verstehen kann, ist, wer so etwas macht und warum: „Das ist eine Gegend, wo auch viele Kinder spielen. Besonders Kleinkinder könnten im Prinzip auch ins Gestrüpp kraxeln und dort Rattengift abbekommen“, schüttelt sie den Kopf. „Entweder ist dem Täter das nicht bewusst, oder, und das wäre noch erschreckender, es ist ihm womöglich vollkommen egal, dass auch Kinder daran sterben könnten.“