Erstellt am 08. Oktober 2015, 05:02

von Josef Christelli

Mit 2,12 Promille über Stock und Stein. Ein Chef und seine Mitarbeiter feierten einen freien Nachmittag mit einer rasanten Fahrt durch Felder und Äcker - Anzeige!

Die Alkofahrt hinterließ eine Spur der Verwüstung. Auch vor diesem Maisfeld machte der Fahrer nicht Halt.  |  NOEN, Christelli

Wegen Sturmwind musste der Bau an den Windkraftanlagen eingestellt werden. Das feierten Mitarbeiter einer beauftragten Subfirma mit zu viel Alkohol.

Der Chef der Firma lud seine Kollegen kurzerhand zu einer „Ackerrallye“ ein. Der Bayer und seine Mitarbeiter fuhren mit einem Pickup quer über Felder und Äcker. Landwirte beobachteten die Wahnsinnsfahrt und riefen die Polizei Ernstbrunn, die dem Schauspiel ein Ende setzte. Beim Fahrer wurde ein Pegel von 2,12 Promille gemessen.

„Die Entgleisungen von Mitarbeitern eines 
Auftragnehmers sind für uns inakzeptabel.“
Irene Harauer, Aktionärsbetreuung
Windkraft Simonsfeld

Breite Schneisen in den noch nicht geernteten Sonnenblumenfeldern und die tiefen Spuren auf Kartoffel-, Rüben- und Maisfeldern dokumentieren die Irrfahrt. Sechs Bauern haben ihre Schäden bei der Polizei deponiert. Auf rund 1.000 Euro wird der Schaden geschätzt. Die Polizei hat dem Rowdy den Führerschein abgenommen, und als Ausländer wird er ein sechsmonatiges Fahrverbot ausfassen. Wie Deutschland mit der Anzeige umgeht, weiß man nicht. Die Polizei Ernstbrunn hat den Bayer bei der Bezirkshauptmannschaft wegen des Delikts Alkohol am Steuer und wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Die Windkraft Simonsfeld pflegt mit den Landwirten und Grundbesitzern ein gutes Verhältnis und reagierte prompt auf die Vorkommnisse: „Sicherheit auf unseren Baustellen und ein partnerschaftlicher Umgang mit Grundstückseigentümern werden bei uns groß geschrieben. Die Entgleisungen von Mitarbeitern eines Subauftragnehmers sind für uns inakzeptabel. Wir haben unseren Vertragspartner informiert und den sofortigen Abzug der betroffenen Mitarbeiter sowie deren Sperre für alle Baustellen der Windkraft Simonsfeld gefordert“, so Irene Harauer von der Windkraft Simonsfeld.

Die Mitarbeiter des betroffenen Subunternehmers wurden noch am Freitag abbeordert. Die Flurschäden werden bereits bearbeitet. Das Unternehmen wird für die entstandenen Schäden aufkommen.