Erstellt am 11. Mai 2016, 05:04

von Michaela Höberth

Stadtchef will um Bankomat für Seyring kämpfen. Mit Anfang nächsten Jahres wird den Kunden die Geschäftsstelle in Seyring nicht mehr zu Verfügung stehen.

 |  NOEN

Schlechte Nachrichten für den Stadtteil Seyring: Wie die Gemeinde auf ihrer Homepage publik macht, soll die Volksbank-Filiale mit Anfang 2017 schließen.

Keine klare Bestätigung gibt es dazu von der Volksbank Wien. Die Filiale werde regelmäßig evaluiert: „Ob ein Standort bestehen bleibt, entscheiden die Kunden durch die Besucherfrequenz und das Geschäftsvolumen. Dabei erkennen wir zwei Trends: Erstens, dass Kunden vermehrt ins Internet statt in Filialen gehen, zweitens, dass sie größere Filialen mit mehreren Experten bevorzugen“, so Pressesprecher Wolfgang Layr.

SP-Bürgermeister Alexander Vojta kann die Zweifel jedoch zerstreuen: „Man hat mir die Schließung aus sicherer Quelle bestätigt“, betont er. Er kann die Entscheidung zwar nicht beeinflussen, möchte aber für den Erhalt des Bankomats kämpfen.

"Infrastruktur muss erhalten bleiben"

„Zumindest der Geldautomat soll bestehen bleiben. Bestenfalls gibt es sogar ein Foyer, in dem man Einzahlungen und Überweisungen vornehmen kann“, will er verhandeln.

1978 wurde die Geschäftsstelle in Seyring eröffnet, zwei Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Die nächste Filiale findet sich gut fünf Kilometer weiter in Gerasdorf.

Dennoch würde die Gemeinde der Verlust der Filiale in Seyring besonders schmerzen: „Seyring hat von allen Stadtteilen die dörflichste Struktur. Daher ist es eine dringende Hausaufgabe für die Stadtregierung, die Infrastruktur zu erhalten“, so VP-Vizebürgermeister Lukas Mandl. Auch der sehr lebendige Sparverein ist betroffen. „Er darf nicht unter der Schließung leiden“, will Mandl alle Hebel in Bewegung setzen.