Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:02

von Markus Glück

Ärger über neuen „Blechhaufen“. Mehr als eine Woche nach Eröffnung scheiden sich an Kunstwerk weiter die Geister.

Für die einen ein neuse Wahrzeichen und Hingucker, für die anderen ein sinnloser Blechhaufen - das neue Kunstwerk beim Kreisverkehr Stockerau Ost sorgt für Diskussionen.  |  NOEN, Löwenstein

Stell ich mir so etwas in den Garten, holen sie den Kuckuck“, übt ein Stockerauer auf Facebook Kritik am Kunstwerk beim Kreisverkehr Stockerau Ost.

Mit seiner Kritik ist er dabei nicht alleine. Dutzende Stockerauer ließen ihren Ärger über das Kunstobjekt, welches mittlerweile auch österreichweit für Schlagzeilen gesorgt hat, ihren freien Lauf.

Unter die Kritik an der 70.000 Euro teuren Skulptur mischen sich aber auch Befürworter, die im neuen Kunstwerk gar ein neues Wahrzeichen für die Stadt sehen. Neben SP-Bürgermeister Helmut Laab kann auch VP-Kultur-Stadträtin Andrea Völkl der Installation einiges abgewinnen:

Haller: "Muss sich auch etwas trauen"

„Ich denke, Kunst ist dazu da, dass man darüber spricht. Das ist mit diesem Werk des indischen Künstlers perfekt gelungen.“ Völkl findet es gut, dass Kunst Aufmerksamkeit erregt, zusätzlich sollte man sich aber auch Gedanken machen, was hinter diesem Werk steckt. „Die blauen Schilder finde ich originell, damit sieht man aber auch, dass Distanzen relativ sind“, so Völkl.

Auch 10vorWien-Obmann Hermann Haller verteidigt das Projekt der Kleinregion: „Man muss such auch etwas trauen. Auch die Stockerauer werden noch stolz auf ihn sein.“

Welchen Stellenwert das Kunstwerk „Here After Here After Here“ von Jitish Kallat in der Kunstwelt hat, sieht man auch daran, dass extra für die Eröffnung Kunsttouristen in die Lenaustadt pendelten. „Das Land hat für das Projekt einen internationalen Künstler gewinnen können“, so Völkl.