Stockerau

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:02

von Michaela Höberth

Bespitzelte FPÖ Stadtmitarbeiter?. Gemeindemitarbeiter von FP beobachtet. Personalvertretung über Methode schockiert.

Die FPÖ dokumentierte den Tagesablauf von Gemeindebediensteten. Personalvertretung spricht von „Bespitzelung“.  |  Shutterstock/ Nataliia Melnychuk

„Das sind Stasi-Methoden“, hat der Vorsitzende der Personalvertretung der Gemeindemitarbeiter, Johann Orth, genug.

Er war – ebenso wie die Bediensteten – geschockt über eine Aktion der FPÖ: FP-Gemeinderätin Karin Wiesner hat im Ausschuss für Park- und Gartenanlagen ein Dokument präsentiert, in dem sie genaue Beobachtungen von Bauhof-Mitarbeitern wie Zeitangaben und Beschreibung ihres Tagesablaufes dokumentierte. Auch ein Foto von einem Bauhof-Mitarbeiter, der in Arbeitskleidung ein Bier trinkt, ist in den Aufzeichnungen ersichtlich.

Für Orth ist die Methode „nicht akzeptabel“, besagter Kollege sei auf Urlaub gewesen.

"Beobachtung im Rahmen eines Einkaufs"

FP-Gemeinderätin Wiesner verwehrt sich gegen die Vorwürfe der Bespitzelung: „Meine Beobachtungen fanden im Rahmen des normalen Einkaufs beziehungsweise bei Nachmittagsjausen statt“, betont sie.

Bürger seien an sie und ihre Parteikollegen mehrmals damit herangetreten, dass es die Gemeindebediensteten mit der Arbeit und den Arbeitszeiten nicht allzu genau nehmen. FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube, seines Zeichens auch Vorsitzender des Personalausschusses, steht voll und ganz hinter seiner Parteikollegin: „Die Mitarbeiter werden mit öffentlichen Geldern bezahlt. Da kann man auch schauen, ob gearbeitet wird“, findet er.

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