Erstellt am 24. September 2015, 05:02

von Markus Glück

Brücke trennt mehr als sie verbindet. Softwareunternehmen Gruber & Petters möchte zwischen Bürogebäuden Verbindungsbrücke errichten. Anrainer sind dagegen.

Am Standort der Firma Gruber & Petters in der Belvederegasse 11 soll eine Brücke errichtet werden. Zum Unmut der Anrainer.  |  NOEN, Glück
Nicht nur rund um den Körner-Platz, sondern auch in der Belvederegasse regt sich derzeit aufgrund von Bauprojekten der Unmut der Stockerauer Bevölkerung.

Im Konkreten geht es dabei um eine Glasbrücke, die das Stockerauer Softwareunternehmen Gruber & Petters am Standort in der Belvederegasse 11 errichten möchte. „Wir expandieren stark und daher brauchen wir Platz für weitere Mitarbeiter“, so Heinz Petters.

Laut Petters plant man, am gegenüberliegenden Grundstück ein Bürogebäude zu errichten: „Das neue Gebäude soll mit dem alten eine Einheit bilden. Die ganze Planung des Gebäudes ist auf diese Brücke ausgerichtet.“

Ein Projekt, welches bei den Anrainern auf wenig Gegenliebe stößt. „Die nötige Umwidmung geht zu unseren Lasten. Durch die Brücke kann jeder in unsere Häuser schauen“, beklagt sich Gertrude Heuberger im Namen der Anrainer.

Anrainer: „Sind nicht gegen die Verbauung“

Enttäuscht ist man auch, dass man nach der Verlautbarung durch die Stadt keine Auskunft mehr erhalten hat: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Verbauung. Es stört uns nur, dass die Raumordnung zugunsten eines privaten Bauherrn geändert werden soll“, so die Anrainer.

Bei der betroffenen Firma räumt man Fehler in der Kommunikation ein. „Ich kann die Sorgen nachempfinden, weil wir es verabsäumt haben, die Bewohner über unser Vorhaben zu informieren“, erklärt Petters. Er glaubt auch, dass es Maßnahmen gibt, die helfen können, die Bedenken zu zerstreuen. Einen Brief von Petters an die Anrainer lassen diese vorerst unbeantwortet: „Wir werden uns von einem Anwalt beraten lassen“, so Heuberger.

Indes hofft Petters auf ein Gespräch mit den Betroffenen: „Ich würde gerne persönlich mit den Nachbarn sprechen. Ich hoffe, dass das möglich ist.“