Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:47

von Markus Glück

Einladungszwist um Flüchtlings-Infoabend. Stadtchef Helmut Laab meint, er sei nicht eingeladen worden. Initiative kontert Aussagen via Facebook.

 |  NOEN, Istvan Csak/shutterstock.com

Die Aussage „Wäre ich eingeladen worden, wäre ich auch gekommen“ von SP-Stadtchef Helmut Laab in der NÖN über sein Fernbleiben beim Informationsabend von „Flüchtlinge - Willkommen in Stockerau“ erzürnt die Mitglieder der Initiative.

„Im August haben wir ihn in einem persönlichen Gespräch eingeladen. Am 19. August folgte eine schriftliche Einladung“, so Radha Kamath-Petters und Grünen-Gemeinderätin Alexandra Schneider auf der Facebook-Seite der Plattform, „vonseiten der Stadtgemeinde wurde uns erklärt, noch Rücksprache mit dem Bürgermeister zu halten.“ Laut der Initiative folgte danach vonseiten der Stadtgemeinde Stockerau aber keine Antwort mehr.

„Wir haben uns nicht gefürchtet, auch wenn man das jetzt
konstruieren will. Ich hätte mich gerne der
Diskussion gestellt.“
Helmut Laab, Stadtchef

Auf NÖN-Nachfrage bei Bürgermeister Helmut Laab bedauert dieser den Fehler: „Da dürfte es ein Kommunikationsproblem gegeben haben. Wenn ich aber eine Einladung verschicke und dann keine Rückmeldung erhalten, ist es normalerweise so, dass man auch nachfragen kann.“ Der Stadtchef stellt auch klar, dass er sich gerne der Diskussion gestellt hätte: „Wir haben uns nicht gefürchtet, auch wenn man das jetzt konstruieren will.“

Ärger gibt es bei der Stockerauer Flüchtlingsinitiative aber auch über die oftmals zu langen Wartezeiten auf eine Rückmeldung bei der eigens für die Flüchtlingsthematik eingerichteten E-Mail-Adresse. Die Betreuung dieser Adresse hat Stadtamtsdirektorin Maria-Andrea Riedler übernommen. „Die E-Mails werden alle beantwortet und in meinem Auftrag zurückgeschrieben. Manchmal wird auch gewartet und bei gleicher Thematik gemeinsam geantwortet“, so Riedler gegenüber der NÖN.

Gleichzeitig ersucht die Stadtamtsdirektorin aber auch um Verständnis, wenn die Beantwortung etwas länger dau-ert: „Keine Verwaltung ist auf einen Fall wie den aktuellen vorbereitet. Es ist eine große Herausforderung, dies neben der Regelorganisation durchzuführen.