Stockerau

Erstellt am 17. Juli 2016, 05:00

von Markus Glück

EU.Fest.Verankert: Auf Tuchfühlung mit EU. EU-Abgeordnete Karin Kadenbach lud zu Fest für Europas Perspektiven. Dabei standen die Handelsbeziehungen mit China und der Brexit im Mittelpunkt.

EU-Abgeordneter Karin Kadenbach (4.v.l.) konnte Landtagsabgeordneter Gerhard Razborcan, Bundesrätin Ingrid Winkler, Bundesminister Alois Stöger, Wr. Neustadts Ex-Bürgermeister Bernhard Müller, Stockeraus Sozial-Stadträtin Elisabeth Eisler und Pensionistenverbands-Obmann Hannes Bauer in Stockerau begrüßen. Markus Glück  |  NOEN

Zum bereits sechsten Mal lud EU-Abgeordnete Karin Kadenbach (SPÖ) zum EU.Fest.Verankert. In diesem Jahr wurde das Stockerauer Belvedereschlössl als Veranstaltungsort auserkoren, und gemeinsam mit Bundesminister Alois Stöger und China-Experten Bernhard Müller diskutierte Kadenbach über die EU-Beziehungen zu China und die Auswirkungen des Brexit. „Das Fest soll die Solidarität mit Europa unterstreichen.

Gerade jetzt ist der Zusammenhalt aktueller denn je“, so Moderator Martin Peterl. Kadenbach stellte in ihren Worten vor allem die EU als Friedensprojekt in den Vordergrund. „Farage und Johnson haben keine Ahnung, was sie mit ihrer Aktion ausgelöst haben. Die EU kann nicht funktionieren, wenn jeder seine eigenen Regeln macht“, betont Kadenbach. Hart ins Gericht geht auch Bundesminister Stöger mit dem Brexit-Lager:

„Immer wenn Schreier und Populisten keine Perspektiven habe, verlassen sie das Schlachtfeld. Leider sind diejenigen, die solchen Emotionen nachgeben, auch diejenigen, die die Kosten tragen werden.“ Der aktuelle Sozialminister warnte auch davor, den Wirtschaftsraum Europa weiter zu verunsichern. „Man darf den Rattenfängern nicht nachgeben. Immer wenn es nationalistischer wird, gibt es Krieg“, warnt Stöger.

Im Zusammenhang mit China erklärte Müller den Gästen, dass täglich Waren um rund eine Milliarde Euro zwischen der EU und China gehandelt werden. „China ist unser zweitwichtigster Handelspartner. Der Austausch ist auch ein Stück Weltfriedenswerk. Den Chinesen ist es daher nicht egal, wie es Europa geht“, so Müller.