Stockerau

Erstellt am 13. September 2017, 05:57

von Michaela Höberth

Frau bot am Flohmarkt Welpen zum Verkauf an.

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Tatenlos zusehen – mehr konnten Harald Nikodemus und Tanija Alberndorfer vom Tierschutzbund Austria nicht. Sie hielten am vergangenen Sonntag ihren Benefizverkaufsstand zugunsten von Straßenhunden beim Flohmarkt am Kika-Parkplatz ab, als sie erfuhren, dass eine Frau einen Welpen zum Verkauf anbot.

„Und tatsächlich! Die Dame versuchte sogar, mir diesen jungen Hund zu verkaufen“, schildert Nikodemus. Er täuschte Interesse vor und nahm das Tier an sich. „Der Welpe war verfilzt, verfloht, hatte Milben und sein Fell war extrem verschmutzt“, erzählt Nikodemus. Er sperrte den Hund in seinem Auto ein, damit die Frau das Tier nicht mehr an sich nehmen konnte. Rasch wurde die Polizei verständigt. Es wurde Anzeige erstattet.

Trotz der Vorfälle ordnete die Bezirkshauptmannschaft an, das Tier an die Frau zurückzugeben. Nikodemus und Alberndorfer vestehen die Welt nicht mehr: „Ein tolles Tierschutzgesetz, das wir da haben! Kleine Vereine ohne Tierheim dürfen nicht mehr vermitteln, aber denjenigen, wegen denen das Gesetz novelliert wurde – also illegale Tier- und Welpenhändler –, muss das Tier wieder ausgefolgt werden.“

Wie in dem Fall weiter vorgegangen wird und was die Bezirkshauptmannschaft zu den Vorfällen sagt, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der Korneuburger NÖN, sowie im ePaper.