Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:02

Grüne und NEOS fordern Tempo 100. Beide Oppositionsparteien sprechen sich für Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf beiden Seiten der A22 aus.

Das Verkehrsaufkommen im Bereich Stockerau ist stetig im Steigen. Grüne und NEOS sprechen sich daher für die Einführung von Tempo 100 auf beiden Seiten aus.  |  NOEN, Markus Glück
Mehr als 80.000 Fahrzeuge passieren täglich den Autobahnabschnitt rund um die Lenaustadt. Wie von der NÖN berichtet, ist auch die Anzahl der Unfälle in diesem Bereich im Steigen. Neben dem Ausbau auf drei Fahrspuren wird immer wieder auch Tempo 100 gefordert.

Einer, der dieser Idee etwas abgewinnen kann, ist Grünen-Gemeinderat Andreas Straka: „Speziell im Bereich der Ortschaften bin ich für Tempo 100 auf der Autobahn. “ Zwar pflichtet Straka den zuletzt in der NÖN getätigten Aussagen von Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl bei, dass es auch andere Ursachen für Unfälle gibt, er betont aber:

„Nicht angepasste Geschwindigkeit ist immer noch die Hauptursache für Unfälle.“
Für den Grünen-Parteichef ist die Bezirkshauptmannschaft auch verpflichtet, ein Gutachten in Auftrag zu geben. „Zusätzlich wäre es nicht schlecht, wenn man eine solche Überprüfung jährlich macht“, so Straka, „ich hätte nichts gegen die Einführung von Tempo 100 auf beiden Seiten.“

Fischer: "Limit aus Lärmschutzgründen und für Sicherheit"

Verwundert, dass es eine solche Beschränkung in beide Richtungen nicht bereits gibt, ist auch NEOS-Gemeinderat Martin Fischer. „Als Auspendler, der mangels Flexibilität der abendlichen S-Bahn auf das Auto angewiesen ist, wundere ich mich seit über sechs Jahren, dass in Nordrichtung keine Geschwindigkeitsbeschränkung besteht.“ Gerade nach Einbruch der Dunkelheit beobachtet Fischer zwischen Stockerau Ost und Mitte, also dort, wo von drei auf zwei Spuren verengt wird, regelmäßig riskante Fahrmanöver.

Der NEOS-Frontmann zieht auch einen Vergleich mit Städten wie Innsbruck oder Linz: „Auf einer Strecke von fünf Kilometern liegen knapp hintereinander vier Autobahnab- und -zufahrten. Sowohl aus Lärmschutzgründen als auch für die Verkehrssicherheit wäre hier ein Tempolimit vorzusehen.“ Gleichzeitig betont er, dass diese Limits auch kontrolliert werden müssen: „Das bestehende Limit in Richtung Wien zeigt, das ohne Überwachung, nichts eingehalten wird.“
 

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