Stockerau

Erstellt am 21. August 2016, 05:00

von Michaela Höberth

Hilfe für Straßenhunde: „Erlebnisse gehen einem nahe“. Zwei Stockerauer scheuen keine Mühen, um Tieren das Leben zu retten. In Bosnien und Ungarn helfen sie vor Ort.

 |  Höberth

Es ist eine schwere Aufgabe, der sich Harald Nikodemus und Tanija Alberndorfer seit Jahresbeginn verschrieben haben: Mit ihrem Verein, dem Tierschutzbund Austria, retten sie Straßenhunde in Bosnien und Ungarn vor dem sicheren Tod. Erst vergangene Woche eilten sie wieder nach Sarajevo, um acht Hunde aus einem Tötungslager zu befreien.

Dieses Jahr bereits über 8.000 Kilometer zurückgelegt

„Dort werden die Tiere vor Kindern auf offener Straße erschossen. Das geht einem einfach nahe“, schildert Alberndorfer schreckliche Erlebnisse. Aufgeben ist für die Tierfreunde aber keine Option: Über 8.000 Kilometer haben sie heuer bereits zurückgelegt und von ihrem privaten Geld gespendet. Vor Betrügern ist man dabei nie gefeit: „Anfangs wollten wir deshalb kein Geld verschicken. Aber damit sich das System ändert, braucht es eben entsprechende Mittel“, weiß Nikodemus aus Erfahrung.

Umso schöner ist es dann, wenn Hunde durch ihre Hilfe wieder Vertrauen in die Menschen und ein neues Zuhause finden. So konnten unlängst zwei Welpen an einen guten Platz vermittelt werden. Damit der noch junge Tierschutzbund weiter helfen kann, hofft man auf Unterstützer und Spender.