Erstellt am 25. April 2016, 09:26

von Markus Glück

Stockerau: Plantschen seit 50 Jahren. Mit dem Start der neuen Saison begeht das Erholungszentrum auch sein 50. Jubiläum. Tageseintritt wird um 40 Cent, Saisonkarte um knapp 13 Euro teurer.

Günter Lehner und die Bad-Mitarbeiter sind bereit für den Start der Badesaison.  |  NOEN, Foto: Glück

Wenn am 30. April die Badesaison im Stockerauer Freibad eröffnet, haben die Männer rund um Bad-Verwalter Günter Lehner bereits mehrere Wochen hart gearbeitet, um die Anlage für die Besucher vorzubereiten. „Es ist nicht wie bei der Badewanne, wo man einfach das Wasser hineinlässt“, schmunzelt Lehner im NÖN-Gespräch.

Vergangene Montagnacht wurde das Sportbecken mit 600 m Wasser gefüllt, die darauffolgende Nacht war dann das Familienbecken an der Reihe. In weiterer Folge wurde die Chlorgasanlage von Fachleuten in Betrieb genommen.

Von den Neuerungen im Freibad wird den Besuchern vor allem das neue Registrierkassensystem auffallen. Lehner: „Dadurch kann es jetzt keine Sonderregelungen mehr geben, wenn jemand ein paar Minuten überzieht.“ Durch die Mehrwertsteueranhebung von drei Prozent wird auch der Badeintritt etwas teurer. Zudem hat auch der Gemeinderat beschlossen, die Ticketpreise anzuheben. So kostet die Saisonkarten in diesem Jahr 87 Euro (2015: 74,40 Euro), der Tageseintritt erhöht sich um 20 Cent auf 5,60 Euro.

„Die Stadt hat sehr viel Geld investiert, um
das Bad auf den neuesten Stand
der Technik zu bringen.“
Günter Lehner, Bad-Verwalter

Während derzeit im Kremser Freibad über ein Rauchverbot diskutiert wird, hält Lehner von dieser Idee wenig: „Es gibt keine Überlegungen von unserer Seite. Was soll man den Menschen noch alles vorschreiben?“

Mit der Saisoneröffnung begeht das Freibad auch sein 50. Jubiläum. Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauarbeiten entstand im Norden der Stadt auf ehemaligen Müllablagerungshalden und Schottergruben 1966 ein Erholungszentrum mit Sport- und Familienbecken sowie einem Tauchgarten.

Gleich zu Beginn des Freibads gab es zwei Rutschen sowie einen hydraulisch verstellbaren Sprungturm. Im Rückblick spricht Lehner vor allem die große technische Veränderung an. „Die Stadt hat sehr viel Geld investiert, um das Bad auf den neuesten Stand der Technik zu bringen“, wagt der Bad-Verwalter auch einen Blick in die Zukunft: „Als Nächstes steht der barrierefreie Umbau auf dem Programm.“

Geändert hat sich aber nicht nur das technische Know-how, sondern auch die Besucherzahlen. „Die Zeiten, wo man eine blaue Fahne wegen Überfüllung gehisst hat, sind vorbei“, denkt Lehner an die Zeit vor 20 Jahren zurück, als sich im Bad bis zu 6.000 Menschen tummelten. Zum Vergleich: Der Spitzenwert im Rekordsommer 2015 lag bei rund 4.000 Besuchern.


50 Jahre Freibad

Zum 50. Jubiläum des Stockerauer Freibads zeigt das Bezirksmuseum eine Sonderausstellung unter dem Titel „Happy Bathday“. Die Ausstellung kann am 21. und 22. Mai von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Unterstützung für Museumsdirektorin Gabriele Gruber-Redl gab es dabei von Günter Lehner und Margit Weiss.