Stockerau

Erstellt am 03. August 2016, 05:00

von Markus Glück

VP will Jahresticket für die Kurzparkzone. Stadt-Schwarze wollen Einführung einer Jahresgebühr. SPÖ-Bürgermeister Laab stellt die Frage nach der Sinnhaftigkeit.

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Eine Überarbeitung der Kurzparkzonen-Verordnung in der Lenaustadt wünscht sich die ÖVP. Geht es nach der Volkspartei, soll es künftig eine Kurzpark-Jahreskarte geben, die Stockerauer berechtigt, jeweils 1,5 Stunden in der Stadt zu parken. „Wer viel in der Stadt einkauft, kann dadurch eine Ersparnis haben“, gibt VP-Gemeinderat Martin Falb zu denken. Er bringt aber auch einen Wohlfühl-Faktor ins Treffen: „Unsere Automaten sind alt und können kein Wechselgeld geben. Eine Jahreskarte würde dieses Problem ganz einfach lösen.“

Holzer: "Muss das rechtlich prüfen"

Laut SP-Verkehrs-Stadtrat Othmar Holzer gab es die Diskussion bereits öfters. „Man muss das rechtlich prüfen. Es wäre natürlich auch möglich, die Kurzparkzonen-Scheine in der Stadt besser zu bewerben“, gibt Holzer einen Denkanstoß.

Für VP-Parteichefin Andrea Völkl hätte die Einführung einer Jahresgebühr auch für die Gemeinde einen erheblichen Vorteil, denn man hätte das Geld bereits im Vorfeld zur Verfügung.

Laab: "Frage nach dem Preis"

SP-Bürgermeister Helmut Laab stellt sich die Frage, was man mit diesem Jahresticket erreichen möchte. „Ich diskutiere das Thema gerne im zuständigen Ausschuss und bin gespannt, was dabei für Ideen herauskommen“, erklärt das Stadtoberhaupt gegenüber der NÖN.

Neben der Umsetzbarkeit stellt sich der Bürgermeister aber auch die Frage nach dem Preis. Kolportierte Beträge von 50 oder 100 Euro hält er für nicht durchführbar. Laab: „Der Betrag müsste über der Jahreskarte für Bewohner, die derzeit bei knapp 100 Euro liegt, sein.“ Zudem führt Laab ins Treffen, dass man damit keine Auswärtigen in die Stadt führen wird. „Man muss die Idee genau hinterfragen“, so Laab.

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