Erstellt am 09. April 2016, 05:04

von Markus Glück

Stockerauer setzen sich für Straßenhunde ein. Zwei Stockerauer setzen sich für Straßenhunde auf dem Balkan ein. In der Lenaustadt werden verletzte Vierbeiner gepflegt und danach eine geeignete Bleibe gesucht.

Tanija Alberndorfer und Harald Nikodemus setzen sich für notleidende Hunde ein.  |  NOEN, privat
Bei zahlreichen Besuchen in Bosnien-Herzegowina und Kroatien erkannten Harald Nikodemus und Tanija Alberndorfer die Problematik der Straßenhunde in der Region. Ein Schlüsselerlebnis führte schließlich zu einem verstärkten Engagement in diesem Bereich: Als sich die beiden im Sommer des Vorjahres in Bosnien aufhielten, wurde der eigene Chihuahua entwendet.

Dies führte dazu, dass die beiden ihren Liebling zwei Wochen lang in Bosnien suchten. „Wir sind Tag und Nacht durch die Straßen gelaufen, in der Hoffnung, dass sie auf Rufe reagiert – leider ohne Erfolg“, denkt Nikodemus mit Wehmut zurück. Durch die Suche sind die Stockerauer aber noch mehr in Kontakt mit vielen Straßenhunden gekommen und haben dadurch erkannt, wie groß das Problem wirklich ist.

„Wir haben uns vor Ort mit Tierschützern
vernetzt, damit wir sichergehen können, dass unsere
Hilfe auch ankommt.“
Harald Nikodemus

„Die Hunde kämpfen um ihr Leben“, so Nikodemus. Da den beiden klar war, dass die Hilfe vor Ort nur vereinzelt Vierbeinern zugutekommt, entschloss man sich bei der Rückkehr zur Gründung einer Tierschutzorganisation mit dem Namen „Tierschutzbund Austria“. „Wir haben uns vor Ort mit Tierschützern vernetzt, damit wir sicher gehen können, dass unsere Hilfe auch ankommt“, gibt sich der Stockerauer zielstrebig.

Nikodemus, der selbst stolzer Besitzer von zwei Hunden ist, pflegt derzeit in der Lenaustadt zwei weitere Tiere, wie er erzählt: „In Stockerau betreuen wir verletzte Hunde, die keinen Besitzer haben, und bauen sie wieder auf. Danach suchen wir einen geeigneten Platz, damit sie endlich zu leben beginnen können.“

Wer helfen möchte, kann sich unter www.tsba.at über die Möglichkeiten informieren.