Erstellt am 08. November 2015, 04:57

von Markus Glück

Stockerauer Software für die ganze Welt. Die Firma Gruber & Petters entwickelt seit über 40 Jahren Stundenplan-Software. Jetzt will man den Betrieb erweitern.

Firmengründer Heinz Petters (kl. Bild) bedauert den Konflikt mit den Anrainern und präsentiert die Pläne für die Glasbrücke.  |  NOEN, Glück
Begonnen hat alles in Jänner 1970 mit der Idee,die Arbeit der Lehrer zum Schulstart mit einer eigenen Software für Stundenpläne einfacher zu gestalten. Heute, mehr als 40 Jahre nach der Gründung, zählt das Stockerauer Unternehmen Gruber&Petters zu den Weltmarktführern ihrer Branche.

Wie es dazu kam, kann Firmengründer Heinz Petters mit einem Schmunzeln erklären: „Mein Partner Bernhard Gruber stammt aus einer Lehrerfamilie. Bei ihm war der Stundenplan maßgebend dafür verantwortlich, ob es etwas zu essen gab.“

Wurde das Programm bis 1985 nur auf Großrechnern betrieben, stieg die Zahl mit der Verbreitung der PCs rasch an. Durch die Verbreitung in ganz Europa musste auch eine ständige Anpassung an die unterschiedlichsten Bildungssysteme erfolgen. „In diesen Jahren gelang uns der große Durchbruch, und wir setzten uns gegen Konkurrenten wie IBM deutlich durch“, erzählt Petters.

24.000 Kunden auf der ganzen Welt

Mittlerweile hat die Firma mehr als 24.000 Kunden weltweit. Um diese Zahl weiterhin zu steigern, arbeitete man zuletzt vermehrt an mit dem Stundenplan eng verbundene Aufgabenbereichen wie etwa der Raum- und Ressourcenbuchung oder der Führung eines elektronischen Klassenbuchs. „Zukünftig wird man mit einem eigenen App wissen, in welchem Klassenzimmer sich ein Lehrer gerade befindet und darin auch sehen, welche Schüler fehlen“, berichtet Petters im NÖN-Gespräch.

Um mehr als 20.000 Schulen zu betreuen, benötigt man Partner rund um den Globus. „Wir haben in vielen Erdteilen Vertretungen, in Deutschland sogar in allen Bundesländern“, gibt der Firmenchef Einblick.

„Im Zusammenhang mit dem Ausbau 
schmerzt mich der Streit mit einer Nachbarin. 
Sie will mit uns aber nicht reden.“
Heinz Petters, Firmenchef

Um weiter zu expandieren, baut die Firma ihren Standort in Stockerau weiter aus (die NÖN berichtete). „In diesem Zusammenhang schmerzt der Streit mit einer Anrainerin. Wir haben versucht, mit ihr ein Gespräch zu führen. Leider wollte sie aber nicht“, so Petters.

In der letzten Gemeinderatssitzung stand die Umwidmung auf der Tagesordnung, diese wurde aber aufgrund von fehlenden Unterlagen wieder he-runtergenommen und soll bei der nächsten Sitzung am 10. Dezember beschlossen werden.

Mit der Fertigstellung des neuen Gebäudes, welches mit einer Glasbrücke mit dem Alten verknüpft wird, sucht man auch neue Mitarbeiter. Die Zahl soll von rund 30 auf etwa 55 Personen ansteigen.

„Wir suchen Akademiker, weil diese bereits gezeigt haben, dass sie ein Projekt zu Ende bringen können“, spricht der Firmen-Chef aber auch davon, dass gute Mitarbeiter schwer zu finden sind.