Erstellt am 25. November 2015, 05:53

von Markus Glück

„Bis in Wipfel mit Gift vollgespritzt“. Gespräche zwischen Gemeinde und Familie Linke verlaufen weiterhin erfolglos.

Ein wahres G’riss um einen Bio-Garten herrscht in Stranzendorf. Nach dem Ende des Pachtvertrags wird nach einer Lösung gesucht.  |  NOEN, privat

Weiter keine Einigung gibt es im Konflikt um ein Pachtgrundstück zwischen der Familie Linke und VP-Bürgermeister Hermann Pöschl. Wie berichtet entbrannte der Streit, als Pöschl im Juni 2014 bekannt gab, den Pachtvertrag nicht weiter zu verlängern, da die Gemeinde ein Tauschgrundstück benötigte. Die Familie, die Mitglied der Bürgerliste ist, sah darin einen Rachefeldzug. Mittlerweile liegt der Fall bei der Volksanwaltschaft.

Als Konfliktlösung schlug diese nun vor, dass die Gemeinde der Familie ein anderes, gleichwertiges Grundstück anbieten solle. Mehrere Gespräche zwischen der Familie und dem Ortschef blieben aber erfolglos. „Es gibt kein gleichwertiges Ersatzgrundstück. Uns Grund wird biologisch betrieben, die anderen sind bis zum Wipfel mit Gift vollgespritzt“, zürnt Lisbeth Linke.

VP-Ortschef arbeitet weiterhin an Lösung

Die Stranzendorfer hoffen nun auf die Unterstützung des Gemeinderats, der in seiner letzten Sitzung ebenso die Unregelmäßigkeiten rund um das Grundstück ansprach. Das Pro-blem dabei ist, dass das Grundstück bereits jemandem versprochen ist, der ebenso nicht auf diese Fläche verzichten möchte, wie auch Pöschl gegenüber der NÖN zerknirscht zugibt. „Leider sind die angebotenen Grundstücke der Familie nicht genehm“, erklärt Pöschl, „ich arbeite aber weiter an einer Lösung, das habe ich auch der Volksanwaltschaft geschrieben.“