Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Kevin Kada

Abschiebung: Football-Verein bangt um „Shafi“. Unverständnis und Ungläubigkeit macht sich aktuell bei der Kampfmannschaft der DeLaSalle Saints aus Strebersdorf breit, denn vergangene Woche bekam ihr Wide-Receiver Shafiullah „Shafi“ Nazarie einen negativen Asylbescheid ausgestellt.

Saints-Receiver Shafiullah Nazarie (l.) zeigte im Testspiel gegen die Flag Dragons im Rahmen des Trainingslagers in Hollabrunn, dass er ein wichtiger Bestandteil des Teams ist.  |  Kevin Kada

Dem 19-jährigen Afghanen droht damit nun die Abschiebung. „Es sind jetzt zwei Wochen Zeit, um einen Einspruch zu verfassen. Wir unterstützen Shafi dabei mit Bildern und Zeitungsartikeln, in denen er vorkommt“, erklärt Saints-Präsident Stephan Katzenschlager, „denn vor allem der Ablehnungsgrund ist für uns ein großes Mysterium.“

"Besser als beim Sport kann man sich gar nicht integrieren"Saints-Präsident Stephan Katzenschlager

Als Grund für die Abschiebung wird nämlich „mangelndes Integrationsverhalten“ angegeben. Laut Behörde soll Nazarie im Flüchtlingsheim in Langenzersdorf, dem Haus „Anissa“, nur mit seinen afghanischen Freunden verkehren und sonst keinen Kontakt zu Einheimischen suchen.

Für Katzenschlager ein unglaublicher Umstand: „Shafi ist seit Anfang 2016 in unserem Team und sollte heuer seine erste Saison in der Kampfmannschaft spielen. Er ist bei den Trainings und bei allen Teamevents dabei. Besser als beim Sport kann man sich gar nicht integrieren.“

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