Erstellt am 13. November 2015, 05:33

von Veronika Löwenstein

Streit um Ehrung für FF-Mitglied. Gemeinde will FF-Mann, der im Clinch mit Gemeinde liegt, noch nicht auszeichnen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Es ist normalerweise ein Punkt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung, der durchgewunken wird: Wenn der Gemeinderat Ehrungen von Mitgliedern der Blaulichtorganisationen beschließt, dann gibt es so gut wie nie Diskussionen.

Doch bei der letzten Gemeinderatssitzung war das anders. Die Ehrung eines Feuerwehrmitglieds wurde schließlich sogar zurückgestellt.

„Wollen abwarten, bis die Sache gelöst ist“

„Er liefert sich einen Schlagabtausch mit der Stadtgemeinde“, wollte VP-Bürgermeister Christian Gepp nicht ins Detail gehen. Jedenfalls hätte er sich mit Vorwürfen die Gemeinde betreffend an die Bezirkshauptmannschaft gewandt. „Wir wollen abwarten, bis die Sache gelöst ist“, sagt der Stadtchef auf NÖN-Anfrage.

FP-Gemeinderat Johann Pirgmayer stimmte gegen die Rückstellung der Ehrung und forderte, die Leistung bei der Feuerwehr und die Differenzen mit der Stadtgemeinde getrennt zu beurteilen.

In die gleiche Kerbe schlug auch SP-Stadtrat Martin Peterl, der auch Feuerwehrkommandant-Stellvertreter ist. „Wir haben das im Kommando besprochen, er macht seine Tätigkeit hervorragend“, betont er. Auch für Peterl sind das „zwei Paar Schuhe“.

„Würde mich über die Auszeichnung freuen"

Dass Bürger etwas gegen die Stadtgemeinde zur Anzeige bringen, dürfe kein Ausschließungsgrund für eine Ehrung sein, findet der SP-Politiker. „Das würde im Umkehrschluss heißen, nur wenn ich die Gemeinde in Ruhe lasse, bekomme ich eine Ehrung“, zeigt er kein Verständnis.

Der Betroffene selbst betont im NÖN-Gespräch: „Ich habe kein Verfahren gegen die Gemeinde laufen.“ Er will jetzt zuwarten, wie sich die Gemeinde entscheidet und lässt wissen: „Wenn ich eine Auszeichnung bekommen, freue ich mich darüber.“