Großrußbach

Erstellt am 20. April 2017, 03:00

von Theodora Höger

„Gockel“: Ein Garant für Lacher. Die Katholische Jugend bringt mit dem „Gockel“ gekonnt eine Verwechslungskomödie auf die Bühne des Gemeindezentrums.

Mit dem „Gockel“ von Georges Feydeau feierte die Katholische Jugend unter der Regie von Karin Neubrand undPhilipp Gerbautz am Ostersonntag eine fulminante Premiere.  |  Höger

„Wir haben gewusst, dass wir gut geprobt haben, aber solch einen guten Zuspruch vom Publikum zu bekommen, war enorm“, freut sich William Trebla von der Katholischen Jugend.

Mit dem „Gockel“ von Georges Feydeau in der Übersetzung von Elfriede Jelinek brachte die junge Truppe eine klassische französische Komödie auf die Bühne: Türen gehen auf und zu, Bedienstete lauschen und stürmen in den Raum und befeuern so weiter die Verwirrung zwischen den Eheleuten und ihren Liebhabern.

Ausverkaufte Premiere am Ostersonntag

Die Premiere feierten sie am Ostersonntag – mit Erfolg: „Wir mussten sogar Sessel dazustellen“, freut sich Karin Neubrand. Sie zeichnete gemeinsam mit Philipp Gerbautz für die Regie verantwortlich.

Dass die Katholische Jugend ein Garant für solide künstlerische Leistungen ist, wissen Insider nicht erst seit Ostersonntag: Die Tradition des Theaterspielens wurde den Großrußbachern in die Wiege gelegt. Seit 1922 stehen sie auf der Bühne: „Begonnen hat alles vor etwa 100 Jahren“, weiß Karin Neubrand, „zuerst hat die Jugend das Stück ‚Doktor Faust‘, später Passionsspiele aufgeführt.“

Der Termin um Ostern ist geblieben, mittlerweile finden aber weltlichere Stücke Anklang bei der Bevölkerung: Ein großes Highlight war die Aufführung des zweiten Teiles des Bockerers, die auch Bockerer-Regisseur Franz Antel besuchte.

Den Gockel haben sie ausgewählt, „weil wir viele Leute sind und jeder eine Rolle spielen soll“, so Karin Neubrand, die gerne auf Komödien setzt: „Sie erfordern gutes Timing, machen aber auch wahnsinnig viel Spaß.“ Wer sich davon überzeugen möchte, hat bis 29. April noch vier Mal die Gelegenheit dazu.