Erstellt am 29. September 2015, 05:37

von Markus Glück

Transitquartier gesucht: De Witt-Halle als Option?. Unterbringung für Flüchtlinge: Ehemalige de Witt-Firmenhalle könnte für Schutzsuchende auf der Durchreise als temporäres Quartier für maximal 24 Stunden zur Verfügung stehen.

Die Stockerauer de Witt Hallen könnten Transitflüchtlingen zur Verfügung gestellt werden. Foto: Markus Glück  |  NOEN, Markus Glück

Tausende Flüchtlinge machen sich derzeit über die Balkanroute auf nach Westeuropa, die meisten wollen nach Deutschland weiterziehen.

„Die Stockerauer sind sehr hilfsbereit. Wir sind
vorbereitet, sollte es dazu kommen. Ich sehe die
Chance aber als gering an.“
Helmut Laab, Stadtchef

Um diesen Personen bei ihrer Durchreise kurzfristig ein Dach über den Kopf zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten sich auszurasten, werden derzeit im gesamten Bundesgebiet Transitquartiere gesucht, so auch im Bezirk Korneuburg. Für ein solches Vorhaben könnten die Lagerhallen der ehemaligen Firma de Witt verwendet werden.

„Wir sind derzeit in vielen Regionen unterwegs, um geeignete Transitplätze zu finden, dabei wurden auch diese Firmenhallen besichtigt“, bestätigt Markus Haindl, Pressesprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich, gegenüber der NÖN. Haindl stellt dabei aber auch fest, dass es sich hier um Unterkünfte auf Zeit handelt: „Es
geht darum, die Flüchtlinge für etwa 24 Stunden unterzubringen.“

„Wir liegen nicht auf der Transitroute“

Bei einer gemeinsamen Besichtigung von Hilfsorganisationen und der Bezirkshauptmannschaft vergangene Woche wurden die Möglichkeiten vor Ort eruiert. „Angelika Weiler arbeitet derzeit an einen Bericht, der die Möglichkeiten erörtert“, informiert Rot-Kreuz-Bezirkskommandant Peter Tesarek.

SP-Bürgermeister Helmut Laab erklärt, dass sich die Stadt Stockerau ihrer Verantwortung stellen wird. „Die Stockerauer sind sehr hilfsbereit. Wir sind vorbereitet, sollte es dazu kommen“, so Laab, der aber die Chance für die tatsächliche Notwendigkeit für relativ gering hält. „Wir liegen nicht auf der Transitroute“, erklärt er gegenüber der NÖN.