Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Manfred Mikysek und Veronika Löwenstein

Über 10 Tage tot in Haus gelegen. Feuerwehr und Polizei mussten am vergangenen Sonntag einen Toten aus seinem Haus bergen, der vor über zehn Tagen - vermutlich nach einem Sturz - gestorben war.

Kein leichter Einsatz für Polizei und Feuerwehr. Der Tote lag bereits mindestens zehn Tage in seinem Haus.  |  NOEN, Mikysek

Einer Nachbarin war aufgefallen, dass der Briefkasten von „Herrn Hubert“ in der Leobendorfer Straße bereits übervoll war. Auch von der Gartenseite her hat sie den alleinlebenden Nachbarn schon länger nicht mehr gesehen, sie verständigten daher die Polizei.

Zwei Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr-Korneuburg mit rund zehn Feuerwehrleuten und die Polizei sorgten am vergangenen Sonntag für Aufsehen unter den Anrainern. Die Feuerwehr unter der Leitung von Kommandant Martin Schuster öffnete um 14 Uhr die Eingangstür zum Wohnhaus.

Todesursache war vermutlich Sturz

Sofort trat den Florianis beißender Verwesungsgeruch entgegen – und das bei einer Zimmertemperatur jenseits der 30 Grad. Im Inneren des Hauses stießen die Einsatzkräfte auf die bereits teilweise verweste Leiche des 57-jährigen Bewohners. Stadtarzt Ewald Priessnitz stellte keine Gewalteinwirkung fest. Der Mann dürfte in seinem Haus gestürzt und zu Tode gekommen sein.

Nach Aussage des Arztes dürfte der Mann schon zwischen zehn und 14 Tage unentdeckt in seinem Haus gelegen sein. Dass Tote so lange nicht gefunden werden, kommt in der Stadt Korneuburg selten vor. „In den letzten zehn Jahren kann ich mich an drei Fälle erinnern“, so Priessnitz.