Erstellt am 30. Dezember 2015, 03:38

von Markus Glück

Verein Volksheim: „Griff in die Stadtkassa“. Stockerauer Volkspartei kritisiert die Subvention von 7.000 Euro für den SP-nahen Verein, ebenso wie Förderung für den SP-nahen Autofahrerklub ARBÖ.

Der Verein Volksheim erhält jährlich eine Unterstützung von 7.000 Euro vonseiten der Stadtgemeinde. »Zu viel«, findet die ÖVP. Foto: Glück  |  NOEN, Markus Glück

Im Rahmen der Subventionsvergabe an Vereine und Organisationen in der Stadt, wurde auch bekannt, dass der SP-nahe Verein Volksheim eine Förderung von 7.000 Euro erhält – die höchste Förderung abseits der Sportvereine.

VP fordert eine Halbierung der Förderungen

„Es ist ein unverschämter Griff der SPÖ in die Stadtkassa, wir können uns unser Parteilokal auch nicht von der Stadt sponsern lassen“, zürnt VP-Gemeinderat Martin Falb.

Außer ein paar Aufführungen der „Dramatischen Sektionen“ finden laut Falb in der Lokalität nur mehr SPÖ-Sitzungen und Veranstaltungen der Sozialdemokraten statt.

„Es gibt Vereine, die müssen mit 70 Euro im Jahr auskommen. Im Volksheim gibt es de facto keine Veranstaltungen mehr“, fordert die Volkspartei eine Halbierung der Förderungen auf ein Niveau, welches dem des Pfarrsaals nahekommt.

„Im Volksheim findet eine Fülle von
Events statt. Scheinbar kennt die ÖVP
nicht alle Termine.“
Helmut Laab, Bürgermeister (SPÖ)

SP-Bürgermeister Helmut Laab verneint, dass es im Volksheim keine Veranstaltungen mehr gibt: „Neben der ,Dramatischen Sektion‘ gibt es zahlreiche andere Events, etwa das Kasperltheater. Scheinbar kennt die ÖVP nicht alle Termine.“

Warum ein Ausweichen dieser Events ins Z2000 nicht möglich ist, erklärt der Stadtchef mit der Größe. „Das Z2000 wäre für diese Veranstaltungen einfach zu groß“, so Laab.

Neben der Subvention des Volksheims kritisiert die Volkspartei aber auch eine Unterstützung im niedrigen dreistelligen Euro-Bereich für den ARBÖ. „Warum wir einen SP-nahen Autofahrerklub subventionieren, ist mir ein Rätsel. Noch dazu, wo in unserer Stadt ohnedies kein Geld vorhanden ist“, erklärt Falb gegenüber der NÖN.

„Das ist aus der Vergangenheit gewachsen, das Geld bekommen auch andere Vereine“, informiert das Stadtoberhaupt auf NÖN-Anfrage.