Erstellt am 22. Juni 2016, 09:18

von Veronika Löwenstein

Aus für Fahrradstraße in Korneuburg. Die Fahrradstraße bei der Donau wird noch im Sommer durch ein allgemeines Fahrverbot mit Ausnahmen ersetzt.

Stadtrat Hubert Holzer zieht die Bilanz: Die Pkw-Lenker halten sich nicht an die Regeln einer Fahrradstraße. Es kommt ein Fahrverbot.  |  NOEN, Archiv

Alle Bemühungen haben letztlich nichts gefruchtet. Der Versuch, eine Fahrradstraße entlang der Donau einzurichten, ist gescheitert. Die Schilder, die erst im letzten Herbst aufgestellt wurden, werden wieder abmontiert. „Man muss ehrlich sagen: Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen, dass Symbol der Fahrradstraße so im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu verankern, dass es richtig gelebt wird“, zieht VP-Baustadtrat Hubert Holzer eine ernüchternde Bilanz.

Eine Fahrradstraße erlaubt Pkws das Zu- und Ab-, nicht aber das Durchfahren. Letztlich hat auch die Unterstützung der Exekutive nicht den gewünschten Erfolg gebracht. „Es wurde sehr wohl auch gestraft, aber die Polizei kann nicht 24 Stunden dort stehen“, berichtet Holzer von den Belehrungsversuchen.

„Wir wollen den Verkehr wegbekommen.
Manche Dinge erreicht man leider nur mit
rigorosen Verboten.“
VP-Baustadtrat Hubert Holzer

Noch im Laufe des Sommers soll das Fahrradstraßenschild gegen ein allgemeines Fahrverbot, von dem Radfahrer, Kommunalfahrzeuge und Busse ausgenommen sind, ersetzt werden. Einen Versuch sei es Wert gewesen, resümiert Holzer rückblickend.

„Wir wollten eine neue, vom Gesetzgeber geschaffene Maßnahme anwenden“, erklärt er die Motivation. Der Schwachpunkt sei allerdings gewesen, „dass sich nicht jeder ständig die Straßenverkehrsordnung durchliest.“ Ziel sei es nach wie vor, den Fahrradweg für die Zweiradfahrer sicherer zu machen. „Wir wollen den Verkehr wegbekommen. Manche Dinge erreicht man leider nur mit rigorosen Verboten.“