Erstellt am 24. Dezember 2015, 05:03

von Markus Glück

Versuch, Kritiker mundtot zu machen?. Mitglied von Bürgerinitiative wurde von Plattform gesperrt. „Grund war Grenzüberschreitung“, so der Betreiber.

Die Facebook-Gruppe »Was ist los in Stockerau« ist Anlaufpunkt für Informationen rund um die Lenaustadt.  |  NOEN, Facebook

2.000 Stockerauer haben gegen die Umwidmung des Körner-Platzes unterschrieben.

Nach dem Beschluss zur Umwidmung von SPÖ und FPÖ gingen in der Bevölkerung die Emotionen hoch. Nicht nur, dass die NÖN eine Vielzahl an Leserbriefen zum Thema bekam, auch auf Facebook wurde dem Ärger über die Entscheidung der Stadtpolitik Luft gemacht. Einer, der auf Facebook ebenso seine Meinung postete, ist Gerhard Bursa, Mitglied der Bürgerinitiative Körner-Platz.

Pollak: "Seite wird ohne Parteiinteresse betrieben"

Nach seinem Statement „Von den immer weniger werdenden SPÖ-Wählern wissen viele gar nicht, wie es innerhalb dieser Partei rumort. Nicht alle teilen die Vorgehensweise des Bürgermeisters – nicht nur in der Frage des Körner Platzes [...]“ wurde Bursa gesperrt. „Jetzt wird offenbar scharf geschossen und man versucht, die Kritiker mundtot zu machen“, kritisiert Bursa damit auch den Seitenbetreiber von „Was ist los in Stockerau“ Daniel Pollak, der auch SP-Gemeinderat ist.

Über die Anschuldigungen kann sich Pollak nur wundern: „Die Seite wird von mir als Privatperson ohne Parteiinteresse betrieben. Die Sperre hängt nicht mit seiner Kritik, sondern mit einer Grenzüberschreitung zusammen, die wir löschen mussten.“ Pollak spricht dabei ein gepostest Bild an, auf welchen zwei Sensenmänner und ein Grab auf dem Körner-Platz zu sehen war.

„So etwas mussten wir in jedem Fall, egal gegen welche Partei oder Person es war, löschen“, erklärt Pollak, „wenn sich der Nutzer auf sein übliches, lobenswertes Niveau zurückbesinnt, sehe ich kein Problem dabei, die Sperre auch wieder aufzuheben.“