Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:08

von Markus Glück

Vorbereitungen für den Einzug laufen. Erste Flüchtlinge sollen zum Jahreswechsel einziehen. Umbauarbeiten starten noch vor Weihnachten.

Insgesamt 150 Flüchtlinge, aufgeteilt auf das Hauptgebäude und ehemalige Dienstwohungen, könnten Mitte Jänner ins Bezirksgericht ziehen.  |  NOEN, Glück

Spätestens Mitte Jänner sollen bis zu 150 Flüchtlinge in das alte Bezirksgericht einziehen.Gemeinsam mit der betreuenden Firma SLC Europe und einem Sachverständigen hat es bereits die erste Begehung gegeben. „Geändert werden muss etwas bei den Fluchwegen, zudem gehört auch das zweite Stiegenhaus zugänglich gemacht“, erzählt Christian Kogler im NÖN-Gespräch. Für die Arbeiten ist die BIG, die Eigentümerin des Gebäudes ist, verantwortlich. Ebenso muss die BIG noch ein Elektroattest erstellen.

Aufgrund des Notstandsparagrafen könnten die Arbeiten noch vor Weihnachten starten. Vonseiten SLC Europe gibt man bekannt, dass für die Sanitäreinrichtungen Container im Hof aufgestellt werden. Daneben müssen etliche Brandmelder und eine Küche montiert sowie das Bezirksgericht möbliert werden.

Dienstwohnungen werden umgebaut

Außerdem baut die zuständige Firma zeitgleich auch die ehemaligen Dienstwohnungen des Bezirksgerichts für Flüchtlinge um. Die sechs Wohnungen befinden sich in einem Nebengebäude und haben eine Größe von etwa 90 Quadratmetern.

„Ich gehe davon aus, dass zwei Flüchtlingsfamilien in eine Wohnung einziehen“, soll der Einzug laut Kogler bereits mit dem Jahreswechsel erfolgen. Einschließlich der 50 Flüchtlinge in den Wohnungen rechnet Kogler aber nicht mit mehr als 150 Flüchtlingen im Bezirksgericht: „Die Belegung wird mit Familien und unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen erfolgen.“

Lob gibt es indes für das Engagement vieler Stockerauer Bürger und der Gemeinde. „Wir sind auf die Hilfe angewiesen und die Vernetzung ist wichtig. Ich bin froh, dass es in Stockerau schon viele Freiwillige gibt, die sich in verschiedenen Gruppen vernetzt haben“, so Kogler.