Erstellt am 31. März 2016, 04:44

von Christian Simon

Vorwurf falscher Daten bei "Gesunder Schule". Grüne forderten ausgewogenen Speiseplan und legten Diagramme zum Soll- und Ist-Stand vor. Hendler schmetterte Antrag ab und äußerte Zweifel an Richtigkeit der Zahlen.

VP-Bürgermeister Norbert Hendler sieht die Richtlinien des BMG als erfüllt. Fotos: Archiv  |  NOEN, Archiv/BARBARA E. GRABENBAUER
Ein heiß diskutiertes Thema in der Gemeinde ist aktuell die gesunde Ernährung in Schule und Kindergarten. In der letzten Gemeinderatssitzung brachte Grünen-Gemeinderat Wilfried Fasching einen Dringlichkeitsantrag ein, in welchem er eine gesunde Ernährung in den Bildungseinrichtungen forderte.

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Die Zustände im Kindergarten, in der Schule und im Hort seien bei Weitem nicht deckend mit den Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

„Es gibt zu viel Fleisch, zu wenige vegetarische Gerichte und Fisch und gar keine Vollkorngerichte“, fasste Fasching (Foto links) zusammen. Die Grünen fertigten dazu auch Diagramme an, die den Soll-Stand dem Ist-Stand gegenüberstellen.

Sofort hagelte es Kritik von der ÖVP-Fraktion. Vor allem Bürgermeister Norbert Hendler zeigte sich verärgert. „Ich finde es schlimm, was das für einen Unmut auslöst“, kommentierte Hendler und las Schreiben von Mitarbeiterinnen der Bildungseinrichtungen vor, die davon berichten, dass es aufgrund der Angelegenheit Streit gibt. „Bis jetzt waren immer alle zufrieden“, so Hendler.

„Was der Bürgermeister sagt, stimmt einfach nicht“

Auch die Verwendung falscher Daten wurde den Grünen vorgeworfen. So unterscheiden sich etwa die Zahlen in einem Informationsblatt der Fraktion von jenen, die dem Dringlichkeitsantrag beigelegt wurden. Mit den Worten „Wir haben alle Richtlinien bereits erfüllt“ brachte Hendler den Antrag zur Abstimmung. Er wurde mehrheitlich abgelehnt.

„Was der Bürgermeister sagt, stimmt einfach nicht“, meint Eva Hofbauer von den Grünen im NÖN-Gespräch und ergänzt: „Das Bundesministerium sieht zum Beispiel maximal zweimal pro Woche Fleisch vor, was bei uns eindeutig überschritten wird.“

Auch das Missverständnis mit den „falschen“ Zahlen lasse sich leicht aufklären: „Zwischen dem Informationsblatt und dem Antrag sind einige Wochen vergangen. In diesem Zeitraum haben sich die Daten geringfügig geändert“, erklärt Hofbauer.