Erstellt am 18. Juni 2016, 05:00

von Markus Glück

Wer spielt die Orgel in Stranzendorf?. Derzeit gibt es keinen, der auf modernisiertem Pracht-Exemplar spielen kann. Bald soll es aber eine Lösung geben.

Bürgermeister Hermann Pöschl schlug das Aus für des IST-Mobil vor und der Gemeinderat stimmte zu.  |  NOEN, Simon

Erst im Mai wurde die Stranzendorfer Orgel nach rund zwei Jahren Restaurierungsarbeit feierlich eröffnet. Dabei ist die Stranzendorfer Orgel, die aus dem Jahr 1821 stammt, etwas ganz Besonderes: Es gibt nur zwei ihrer Art im gesamten Bundesgebiet.

„Es wäre ja kurios, wenn wir um viel Geld e
ine Orgel modernisieren und dann niemand 
hätten, der auch darauf spielen kann.“
Hermann Pöschl, Ortschef

Nun mehrten sich in der Rußbacher Katastralgemeinde die Gerüchte, dass es zwar jetzt eine Orgel gibt, man aber niemanden finde, der auch darauf spielen könne. „Wir sind derzeit auf der Suche“, bestätigt VP-Bürgermeister Hermann Pöschl, der aber auch versucht, den Ball flach zu halten: „Derzeit gibt es in Ober- und Niederrußbach jeweils einen Orgelspieler, in Stranzendorf versucht man gerade eine Vereinbarung mit einem weiteren zu treffen.“ Konkret soll es sich aber noch am Geldbetrag spießen. „Der Betrag ist zu verkraften, die Kirche kann aber nicht alles alleine tragen“, so Pöschl.

Das Gemeindeoberhaupt hofft auf eine rasche Lösung, auch der Pfarrgemeinderat ist auf der Suche. Zudem hat sich die Stranzendorfer Ortsvorsteherin Maria Pichler bereit erklärt, selbst Orgel zu lernen, wie Pöschl erzählt. „Es wäre ja ku-rios, wenn wir um viel Geld eine Orgel modernisieren und dann niemanden hätten, der auch darauf spielen kann“, muss Pöschl schmunzeln.