Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:33

von Bernhard Preineder

„Wir sind überglücklich“. Nach jahrelangem "Kampf" ging die Photovoltaikanlage jetzt in Betrieb. 100 Haushalte können damit ab sofort mit sauberem Sonnenstrom versorgt werden.

Eine Bürgerbeteiligung wurde zwar unrentabel, dennoch freuten sich Herbert Starmühler, Helmut Prinz und Walter Nitsch, dass die PV-Anlage doch noch errichtet werden konnte.  |  NOEN, privat

In diesen Tagen ging eine der größten Photovoltaik-Anlagen Ostösterreichs in Betrieb. Der Verein für Energie-Autarkie hatte ihn gemeinsam mit dem Weinbauern und Gastronomen Ernst Moser, der dafür seine Felder verpachtete, geplant und gegen den Widerstand der damaligen Bürgermeisterin Dorothea Schittenhelm auch durchgesetzt.

„Wir sind alle überglücklich“, freute sich Obmann Herbert Starmühler, der aber auch kritisierte, dass die seinerzeitigen Ressentiments der Gemeinde Verzögerungen mit sich brachten, die letztendlich die geplante Bürgerbeteiligung ad absurdum führten, da zwischenzeitlich die Einspeistarife so stark gesenkt wurden, dass sich diese Form der Finanzierung nicht mehr rechnete.

Trafo-Station in Betrieb

Der Verein fand in der Wien-Energie einen Partner, der das Werk schließlich dennoch zu Ende führen konnte. Vereinskassier Walter Nitsch erfreut: „Ich habe erst kürzlich festgestellt, dass die Trafo-Station bereits gesetzt ist.“

Tatsächlich: Seit 26. November ist die Anlage in Betrieb. Am ersten Tag konnten trotz geringer Sonne und relativ tiefem Sonnenstand schon 50 kWp in das Netz eingespeist werden. 100 Haushalte können damit permanent mit dem Sonnenstrom versorgt werden. „Der Umstieg auf erneuerbare Energie ist dringend notwendig“, fast Vereins-Vizeobmann Helmut Prinz die Inten-
tion des Vereins zusammen, und er fordert: „Wir brauchen noch viel mehr Photovoltaik auf Gebäuden und Feldern!“

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