Erstellt am 05. Januar 2016, 04:23

von Markus Glück

Wirtschaftsinitiative: Erste Interessenten sind da. Neues Modell zur Anwerbung von neuen Betrieben trägt erste Früchte. Mit Facility-Management Firma Winter Group gibt es die erste Ansiedlung im Osten.

Eine Werbetafel kurbelte das Interesse an den Betriebsgründen im Osten der Stadt an. Die Stadtgemeinde wirbt mit der hervorragenden Infrastruktur für Betriebe. Foto: Glück  |  NOEN, Markus Glück

Seit September geht die Stadt bei der Betriebsansiedlung neue Wege. Gemeinsam mit VP-Wirtschafts-Stadtrat Christian Moser setzte SP-Bürgermeister Helmut Laab ein Drei-Säulen-Modell zur aktiven Vermarktung des Standorts Stockerau um.

Als Erstes wurden mit Gemeinderat Gerhard Dummer (ÖVP) und Stadtrat Othmar Holzer (SPÖ) zwei Betriebsansiedelungs-Koordinatoren bestimmt, in einem weiteren Schritt beschäftigte man sich mit der Nutzung aller möglichen Werbemittel um Interesse zu lukrieren. Kommendes Jahr soll dann auch die dritte Säule, eine strukturierte Zusammenarbeit mit den Immobilienmaklern der Stadt und der Region, umgesetzt werden.

Nach den ersten drei Monaten des neuen Konzeptes ist man mit der Entwicklung zufrieden. „Es gibt bereits eine Handvoll Interessenten, fünf Betriebe möchten auch größere Flächen“, erzählt Dummer im NÖN-Gespräch. Ein erster Erfolg, wie Moser bekundet: „Immerhin hat sich beim Betriebsgebiet Ost seit 15 Jahren nichts getan.“

Mit der Firma Winter Group gibt es zudem auch die erste Firma, die ihre Zusage für die Ansiedlung gegeben hat. „Alleine durch die Tafel, die wir im Betriebsgebiet aufgestellt haben, ist Bewegung in die Sache gekommen“, merkt Dummer an.

Geben alle Interessenten der Stadt ihren Zuschlag, könnte es auch bald eng werden im Osten der Stadt, dann kommen wieder die Betriebsgrundstücke im Norden zu tragen. „Wir diskutieren seit Jahren im Ausschuss, dass wir uns Grundstücke sichern. Leider ist nichts geschehen,“ erkennt VP-Gemeinderat Peter Hopfeld dringenden Handlungsbedarf, „wenn ich investieren will, dann will ich es sofort, und nicht in sechs Monaten.“