Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Markus Glück

„Wollen nicht unnötig Öl ins Feuer gießen“. Im Freibad könnten jetzt doch keine Securitys zum Einsatz kommen. Danzer-Haus unterbreitete FPÖ andere Lösung.

Nun sollen doch keine Securitys im Freibad zum Einsatz kommen.  |  NOEN, Glück

Es war eine Idee der FPÖ, die die Bevölkerung der Stadt in zwei Lager teilte: Zum Start der Badesaison im Erholungszentrum forderten die Stadt-Blauen den Einsatz von Securitys zum Schutz vor möglichen Übergriffen durch Asylwerber.

Konkret wollte man „Störenfriede und Migranten“ besser „im Griff haben“. Sichtlich unangenehm war der SPÖ, Bündnispartner der Freiheitlichen in der Stadtregierung, das Thema. „Es geht darum, das Sicherheitsgefühl der Besucher zu erhöhen“, argumentierte SP-Bürgermeister Helmut Laab die Diskussion mit der FPÖ.

"Alles ruhig und keine Zwischenfälle"

Bis dato gab es keine Entscheidung, ob und wie viele Securitys zum Einsatz kommen. Die NÖN erfuhr jetzt, dass das Thema scheinbar auch schon wieder vom Tisch ist. „Ich habe erst vor wenigen Tagen mit den Bad-Verantwortlichen gesprochen. Es ist alles ruhig und es gibt keine Zwischenfälle“, berichtet FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube.

Während Mayer noch offen lässt, ob Securitys kommen, bestätigt Kube indirekt die NÖN-Informationen. „Ich habe mit den Verantwortlichen des Danzer-Hauses gesprochen. Dort könnte man eventuell Personal zur Verfügung stellen.“ Dieses soll sich im Hintergrund halten und im Bedarfsfall einschreiten. „Diese Option ist derzeit offen.

Es wäre auch eine Lösung, die mir besser gefällt als Securitys. Ich würde mich auch nicht wohlfühlen, wenn ich im Bad liege und um mich herum marschieren Securitys“, so Kube. Zudem wolle man nicht „unnötig Öl ins Feuer gießen“.

Vor Umsetzung noch einige Details prüfen

Die Danzer-Haus-Lösung würde auch Stadtchef Helmut Laab sehr gut gefallen. „Wir müssen aber noch alle rechtlichen Details prüfen und schauen, welche Personen sich dafür eignen.“

Indes übt auch NEOS-Gemeinderat Martin Fischer Kritik an der aktuellen FP-Politik in der Stadt: „Fehl am Platz ist, diesen Menschen mit Hass und Hetze entgegenzutreten. Inte-gration erreicht man nicht mit einem Burkini-Verbot in Schwimmbädern oder durch uniformierte, vielleicht gar bewaffnete Privatsheriffs in öffentlichen Bädern.“