Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:08

von Markus Glück

„Wünsche mir, dass Peterl nicht antritt“. Nach VP-Nein zu Deckungsfähigkeit der Feuerwehr sieht SP-Peterl Angriff auf seine Person und Vorboten für FF-Wahlen.

 |  NOEN, FF Korneuburg

Es war ein Routinepunkt in der Gemeinderatssitzung, dessen Ablehnung für großen Ärger bei der SPÖ sorgt. Im Zuge des Voranschlags 2016 wurde die Annahme der Deckungsfähigkeit bei der Feuerwehr von der VP-Mehrheit abgelehnt – für die SPÖ ein Fauxpas sondergleichen. „Die Deckungsfähigkeit hat bedeutet, dass, wenn uns etwa das Geld für die Bekleidung fehlt, dies vom Benzin-Konto genommen werden kann. Das ist jetzt nicht mehr möglich“, klärt SP-Stadtrat Martin Peterl, gleichzeitig Korneuburgs FF-Kommandant-Stellvertreter.

Er sieht dadurch auch die Einsatzfähigkeit der Florianis gefährdet: „Wenn wir kein Geld für das Benzin mehr haben, können wir nicht mehr ausfahren. Mich ärgert auch, dass die VP den Punkt lachend abgelehnt hat.“

„Das mit dem Tanken ist ein unglaublicher Schwachsinn“, ärgert sich VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser, „so etwas kann nur einem Herrn Peterl einfallen.“ Einmal mehr wittert der SP-Stadtrat einen Angriff gegen die SPÖ und seine Person: „Es ist aber nicht nur ein Angriff auf meine Person, sondern auch auf die Sicherheit der Bevölkerung.“

„Die Feuerwehr gehört nicht politisiert.“

Peterl vermag auch den Grund für die VP-Taktik zu kennen. „Im Jänner sind Kommandantenwahlen, wahrscheinlich sieht man lieber ein VP-Mitglied als Stellvertreter“, so Peterl, der klarstellt: „Die Feuerwehr gehört nicht politisiert.“

Aussagen, die bei Fuchs-Moser Kopfschütteln auslösen: „Die VP wird sicherlich keinen Kandidaten stellen, ich würde mir aber wünschen, dass Herr Peterl nicht mehr antritt, denn er sagt ja immer, die Politik gehört raus aus der Feuerwehr.“ Demnach sieht die VP-Vize einen Interessenskonflikt bei Peterl und einen Beweis für das Denken der SP-Klientelpolitik: „Die Parteibuchwirtschaft ist immer schon Sache der SPÖ gewesen.“

Der Konter von Peterl lässt nicht auf sich warten: „Ich werde mir von einer Außenstehenden, die keine Ahnung von der Feuerwehr hat, nicht sagen lassen, was ich zu tun habe.“ Aber, so Peterl, wenn man schon Interessenskonflikte wittere, „dann empfehle ich ihr auch den Rückzug als Schul-Direktorin.“