Erstellt am 26. März 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Zahl der Anzeigen um 13% gesunken. Die Zahl der Delikte im Bezirk ist stark rückläufig, Steigerung bei den Einbrüchen.

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Es ist eine Zahl, die den Kriminalisten besonders freut: Im letzten Jahr gab es im Bezirk Korneuburg weniger Anzeigen als im Jahr davor. Laut der jüngsten Kriminalstatistik, die letzte Woche präsentiert wurde, ist die Zahl gleich um 13,1 Prozent gesunken. „Dieser Rückgang ist ex-trem“, urteilt Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Andreas Thenner.

2.942 Delikte verzeichnete die Polizei im Jahr 2015, 3.387 waren es noch im Jahr davor. Verantwortlich für das Minus ist der Rückgang bei sogenannten Massendelikten wie Sachbeschädigungen. Besonders auffällig war die Entwicklung bei Sachbeschädigungen von Kfz. 330 Fälle wurden 2014 gemeldet, im letzten Jahre waren es nur noch 196 Delikte. Wobei ein Einzeltäter die Statistik maßgeblich beeinflussen kann, wie Thenner veranschaulicht: „Im Jahr 2014 hatten wir in Stockerau eine Serie von Autobeschädigungen.“

Einbruchsserie beschäftigt Ermittler

Wermutstropfen sind für die Polizei die Anstiege bei den Einbruchsdelikten. Derzeit beschäftigt die Exekutive gerade eine Serie von Einbrüchen in Sportplatzkantinen und Gemeindeämter wie zuletzt in Rußbach. Das große Geld ist dort nicht zu holen, „es geht um Handkassen“, weiß Thenner.

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Im letzten Jahr wurden 141 Einfamilienhäuser von Einbrechern heimgesucht, um fast zwölf Prozent mehr als im Jahr davor. Die Kriminellen beschränken sich dabei längst nicht mehr auf die klassische Saison im Dezember und Jänner, wo sie im Schutz der Dämmerung ihr Unwesen treiben. „Wir hatten Einbrüche über das ganze Jahr verteilt, selbst im Sommer“, wundert sich auch Thenner über die neue Flexibilität der Verbrecher. Mit Schwerpunktaktionen und Streifentätigkeit will man dieser Entwicklung nun entgegenwirken.

Weniger Fahrraddiebstähle 

Positive Nachrichten bringt die Statistik für alle Fahrradfahrer. Die Zahl der Drahtesel-Diebstähle ist nämlich gleich um mehr als 15 Prozent gesunken. Als Grund nennt der Kriminalist die modernen Überwachungsanlagen auf den Bahnhöfen, die den Dieben das Leben schwer machen.

Zufrieden zeigt sich Thenner mit der Aufklärungsquote von 42,2 Prozent, die im Vergleich zu 2014 (43,9 Prozent) leicht gesunken ist. Sehr oft hilft die Bevölkerung mit ihren Beobachtungen maßgeblich bei der Klärung mit. Thenner appelliert daher einmal mehr: „Auffälligkeiten melden, melden, melden.“