Erstellt am 15. September 2015, 06:37

von Veronika Löwenstein und Markus Glück

Zusammenlegung: Quo vadis, Gerasdorf?. ;Die Gemeinde Gerasdorf liebäugelt mit dem Bezirk Korneuburg. Haller (ÖVP) hätte Klosterneuburg für „sexy“ befunden.

Für SP-Bezirksobmann Helmut Laab wäre eine Eingliederung von Gerasdorf kein Problem.  |  NOEN, Archiv

Bei der Regierungsklausur der ÖVP NÖ wurde jener Schritt gesetzt, der schon seit einigen Jahren in Diskussion stand.

Der zersplitterte Bezirk Wien-Umgebung wird aufgelöst und die Gemeinden werden mit Anfang 2017 an benachbarte Bezirke angegliedert. Gerasdorf wandert zu Gänserndorf, Klosterneuburg zu Tulln:

Der Gerasdorfer SP-Bürgermeister Alexander Vojta will die Bürger entscheiden lassen, welcher der Nachbarbezirke Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf die meisten Vorteile bringt.

VP-Bezirksobmann Hermann Haller steht einer Vergrößerung des Bezirks positiv gegenüber, wenngleich er glaubt, dass an der Entscheidung nicht mehr gerüttelt wird.

Sogar ein „Neuburg“ war im Gespräch

x  |  NOEN, Archiv/Dr.G.SCHNABL
Als „sexy für unsere Gegend“ hätte er es befunden, wenn Klosterneuburg mit Korneuburg zu Neuburg zusammengelegt worden wäre, wie es im Sommer tatsächlich im Gespräch war. Allerdings ging die Reform für diese Überlegung zu schnell.

„Es war klar, dass das ohne Donauüberquerung nicht gehen wird“, so Haller. Es gehe darum, zu welchem Bezirk der größte Bezug bestehe, so Vojta. Der Stadtchef verwies etwa auf die Kooperationen im Musikschulbereich mit Hagenbrunn und die schnelle Erreichbarkeit Korneuburgs, die Blaulichtorganisationen seien mit dem Bezirk Mistelbach vernetzt.

Für SP-Bezirksobmann Helmut Laab sind die Zusammenhänge mit Gerasdorf auf jedem Fall gegeben: „Es würde gut passen.“ Mit einem Schmunzeln kommentiert er die Diskussion rund um ein eigenes Kennzeichen für Klosterneuburg: „Wird da ein Präzedenzfall geschaffen, werden wir uns das natürlich auch überlegen“, so Laab mit einem Augenzwinkern, „ein ST statt einem KO wäre für mich kein Problem.“