Erstellt am 04. Februar 2016, 04:18

von Thomas Werth

283 Tonnen weniger Müll. 3.077 Tonnen Abfall wurden im Vorjahr von den Kremsern entsorgt – deutlich weniger als im Jahr davor. AWA-Chef sieht Hauptgrund in vorsichtigerem Kaufverhalten.

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Der Abfallberg in Krems ist im Vorjahr kleiner geworden! Zu diesem Ergebnis kam die Abfallwirtschaft Krems (AWA) in ihrer „Müllbilanz“.

13.077 Tonnen Müll wurde in den vergangenen zwölf Monaten von den Kremsern entsorgt – das sind um 2,1 Prozent oder 283 Tonnen weniger als im Jahr davor. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass 2015 jeder Kremser im Schnitt 541,05 Kilogramm Müll entsorgt hat, das sind fast zwölf Kilogramm weniger als noch 2014.

Den Hauptanteil, nämlich ein Viertel, macht nach wie vor der Restmüll aus. Auf den Plätzen zwei und drei liegen zwar Biomüll (16,7 Prozent) und Altpapier (13,9 Prozent), beide Müllarten sind jedoch um 125 beziehungsweise 75 Tonnen deutlich zurückgegangen. Der prozentuell höchste Anstieg wurde bei Kaffeemetall-Tabs registriert: 2,5 Tonnen bedeuten einen Anstieg um knapp 50 Prozent.

Zwei Gründe für weniger Müll

Laut Christian Braun, Chef der Abfallwirtschaft, kann man zwei Sichtweisen haben, warum die Müllmenge kleiner geworden ist. Einerseits spricht er damit den Abfallvermeidungsgedanken an: „Das wäre sicherlich erfreulich, wenn dadurch das Müllaufkommen reduziert wird.“ Andererseits verweist Braun vor allem auf die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation: „Diese trägt zum vorsichtigeren Kauf- und Verbrauchsverhalten der Kunden, sprich der Bürger, bei.“

Angesprochen auf die Trennmoral der Kremser, kündigt Braun in den kommenden beiden Jahren wieder eine Restmüll-Analyse an. „Dadurch erhalten wir eine detaillierte Gesamtzusammensetzung des Restmülls. Bei der letzten Restmüllanalyse lag der Anteil der biogenen Abfälle im Kremser Restmüll bei 18 Prozent, jener von Papier und Kartonagen bei neun Prozent.

„Das ist für den urbanen Bereich durchaus ein guter Wert, aber hier würde ich mir eine Optimierung wünschen, indem weniger Papier und biogene Anteile im Restmüll, sondern in den dafür vorgesehen Sammelbehältnissen landen. Dies wäre sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht eine Win-Win-Situation“, so Braun.