Erstellt am 02. Februar 2016, 04:08

von Thomas Werth

50 Flüchtlinge nach Weinzierl. Asylwerber beziehen im Februar leerstehende Wohnungen. Fixe Koordinatoren lösen Manuela Leoni ab.

Noch wird die Flüchtlingshilfe vom Verein Impulse rund um Manuela Leoni koordiniert, ab März sollen drei 20-Stunden-Kräfte diesen Part übernehmen.  |  NOEN, Johann Lechner
In den kommenden Wochen sollen über den Diakonie-Flüchtlingsdienst 50 Asylwerber leer stehende Wohnungen in Weinzierl beziehen. Damit wird die Anzahl an Flüchtlingen in Krems von derzeit 170 auf 220 ansteigen – aufgrund fehlender Großquartiere eine nach wie vor überschaubare Zahl (nicht einmal ein Prozent der Kremser Bevölkerung).

„In Krems wird ganz klar die Linie verfolgt, Asylwerber zu integrieren und nicht aufzubewahren“, erklärt Manuela Leoni, die von der Stadt mit der Koordinierung der Flüchtlingshilfe betraut wurde. Daher seien Projekte wie die im Raum gestandene Nutzung des Parkhotels kein Thema. „Bei 180 Leuten auf engem Raum wären Reibereien aufgelegt“, betont Leoni.

90 ehrenamtliche Helfer betreuen Asylwerber

Betreut werden die Flüchtlinge in Krems neben Diakonie-Mitarbeitern vor allem von Freiwilligen, 90 ehrenamtliche Helfer kümmern sich derzeit um sie. „50 helfen als sogenannte Buddys, 40 bei der Sprachförderung“, erklärt Leoni. Die anfänglich prall gefüllte Warteliste an Helfern sei jedenfalls schon aufgebraucht. „Auf eine Wohneinheit kommen zwei bis drei ehrenamtliche Helfer, Interessierte sind daher jederzeit willkommen“, betont Leoni.

Bald wird Manuela Leoni, die hauptberuflich Geschäftsführerin des Vereins Impulse ist, aber nicht mehr als Leiterin der Koordinationsstelle – sie übt diese Funktion ebenfalls ehrenamtlich aus – fungieren. Voraussichtlich im März sollen über die Leader-Region Asylkoordinatoren fix installiert werden, die die Stadt Krems und die Wachau betreuen.

Drei 20-Stunden-Arbeitskräfte, finanziert aus Leader-Fördermitteln, sollen Leoni beerben. „Mit ihnen gibt es dann professionelle Ansprechpartner“, erklärt Leoni.
Derzeit läuft gerade das Bewerbungsverfahren, Leoni sichert aber bereits ihren Nachfolgern vollste Unterstützung zu. „Ich werde anfangs mithelfen, mich dann aber zurückziehen.“