Erstellt am 10. November 2015, 02:37

von Thomas Werth

Absage an Einbahn-Idee. UBK-Vorstoß, die Ringstraße als Einbahn zu führen, wird von Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel abgelehnt. Er begrüßt stattdessen Anbindung der Utzstraße an die B 3.

Ringstraße als Einbahn? Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel beschreibt diese Maßnahme als nicht sinnvoll.  |  NOEN, Foto: Werth

Äußerst unterschiedlich sind die Reaktionen auf den UBK-Vorstoß ausgefallen, die rund 20 Jahre alte Idee, die Ringstraße als Einbahn von der Wachaubrücke bis zur Utzstraße zu führen, umzusetzen. Die Bürgerliste begründet dies mit einer Verkehrsberuhigung sowie der Schaffung von vielen Schrägparkplätzen und einem gemeinsamen Radweg in beide Richtungen. Eine notwendige Entlastung für die Ringstraße sehen darin die einen, ein Verkehrschaos befürchten die Kritiker der Idee.

Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel hält von der Idee jedenfalls nur wenig. „Auf der Ringstraße fahren täglich bis zu 27.000 Fahrzeuge. Im Bereich zwischen Wachaubrücke und Utzstrasse sind sehr viele wichtige Einrichtungen des täglichen Lebens, wie der Bahnhof als Verkehrsknoten, die Post, die Banken, Schulen oder die Bezirkshauptmannschaft angesiedelt. Hier eine Infrastruktur ,herunterzufahren‘ wäre aus meiner Sicht nicht sinnvoll.“

Würde man, so Scheichel, diesem Gedanken überhaupt nähertreten, bräuchte dies eine sehr genaue städteplanerische und verkehrstechnische Untersuchung der Verkehrsströme, die alle Einrichtungen im Bereich einschließt und deren Erfordernisse berücksichtigt.

Scheichel für Anbindung der Utzstraße an die B 3

Was laut dem Verkehrsstadtrat zu einer Entspannung der Ringstraße beitragen würde, wäre eine Anbindung der Utzstraße an die B 3. „Unabhängig von der Ringstraßen-Einbahn-Idee würde ich eine Anbindung der Utzstrasse an die B 3 sehr begrüßen. Sie würde den Stadtverkehr generell entlasten.“

Wie denkt ihr darüber? Stimmt ab!